S. Th. V. SoEMMERRING,

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zeichnet, hat, im Allgemeinen oder Ganzen betrachtet, das Ansehen einer aus unregelmässigen Stücken zusammen geschmol­zenen Masse.

Genauer untersucht, findet man 1), dass dieser Kamm, dem grössten Theile seiner Länge nach, um ein ansehnliches Stück niedriger geworden, indem er fast 2/3 Zoll von seiner nor­mal scheinenden Hohe einbüsste. Man vergleiche nur die erste und zweite Tafel mit der dritten. 9) Dass er, wie Tab. II. zeigt, und auch seine Abbildung hei Cu vier PI. XXX. Fig. 2. in der Ansicht von oben deutlichst versinnlicht, zu­gleich / förmig verbogen, und von der rechten nach der linken Seite hinüber verschoben wurde.

Gleich der Anfang des Kammes, wo er doch am breite­sten und dickesten vom Stirnbeine sich erhebt, ward abge­sprengt, und schief von der linken Seite auf die rechte her­über gedrückt. Tab. I.

Ueberhaupt scheint die Mitte des Kammes auf ihrer lin­ken Seite, Tab. II., unebener, höckriger, tiefer eingedrückt, zerstückelter, löchriger und geschwundener als auf ihrer rechten Seite, Tab. I. Wahrscheinlich wählte desshalb auch B. Cu vier diese linke Seite vorzüglich zu seiner Abbildung auf PI XXX. Fig. 6.

Stellt man sich nämlich vor, dass der Kamm unserer Hyäne von einer andern über sie hergefallenen Hyäne abge­bissen wurde, und dass dieser Angriff von hinten her geschah, so scheinen die auf beiden Seiten wahrnehmbaren Löcher und Vertiefungen die Spuren der eingedrungen gewesenen Zähne deutlich zu verrathen.

Das tiefste Loch auf der linken Seite, welches sowohl in die Stirnhölen, als wirklich bis in die Hirnhöhle selbst hineindrang, dürfte dem Eckzahne des Unterkiefers zuge­schrieben werden.