über die geheilte Verletzung eines fossilen Hyänen-Schedels. 2 3
Schedel gehörte, ein solches kleines Zähnchen, welches Cu- vier 6o ) dent tuberculeuse ou cincjuieme molaire superieure nennt, jemals besessen oder nicht besessen, verdiente wohl eine eigene Untersuchung von Männern, welche zur Entscheidung dieser Frage hinreichend gut erhaltene ganze Oberkiefer oder auch nur über diesen Punct entscheidende Bruchstücke derselben besitzen
Soviel scheint wenigstens durch P. Campers und meine eigenen Untersuchungen einer grossen Anzahl fossiler Bären- schedel aus Müggendorf ausgemacht, dass dem eigentlichen Ursus spelaeus als charakteristisches Unterscheidungszeichen die zwei kleinen Backzahn dien zwischen dem Eckzahne und ersten Backzahne fehlten, welche alle lebende Land- und Seebären der jetzigen Welt besitzen.
Verletzte Stelle äesselben.
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Ich komme zur nähern Betrachtung des Kammes, als derjenigen Stelle unseres Iiyänenschedels, welche sich durch eine höchst auffallende geheilte Verletzung auszeichnet. Diese Stelle blieb, bei aller Zartheit ihres Gefüges, von derjenigen grossen, äussern Gewalt, welche dem Schedel hei dem Tode, oder nach dem Tode, den Antlitztheil und die Jochbogen zerstörte, glücklicherweise, völlig verschont.
Dieser Knochenkamm nämlich, welchen das Stirn- Seiten- und Hinterhauptsbein gemeinschaftlich bilden, starke Muskeln und Sehnen bedecken, ein borstiges Fell bekleidet, und welchen, wie schon im §. 8. gedacht worden, unter allen reissenden Thieren, bei den Hyänen seine auffallende Höhe aus-
60) Am angef. Ort. pag. 399.