12
S. Th. V. SOEMMERRING,
Vergleichung des fossilen Collinischen Hyänen- schedels mit dem frischen Erlanger.
6 .
Der fossile Hyänenschedel in dem Grossherzoglichen Na- turalienkabinet zu Mannheim, welchen Collini im fünften Bande der Acten der ehemaligen Akademie der Wissenschaften zu Mannheim beschrieb und nach einem verjüngten Maasstabe abbildete, ward mir von Herrn Director Suckow zur näheren Vergleichung mit den meinigen gefälligst anvertraut. Unter allen mir bis jetzt, theils in der Natur, theils in Abbildungen vorgekommenen fossilen Hyänenschedein scheint dieser Collinische am besten erhalten, fast vollständig, und den Platz zu verdienen, welchen ihm Cuvier in seinem classi- schen Werke auf der dreissigsten Tafel an wies.
Eben dieser ungemeinen Vollständigkeit wegen konnte ich nicht umhin, ihn nochmals, und zwar in natürlicher Grosse in der Profilansicht, durch meinen Sohn mittelst seines Spiegelchens 4 1 ) auf der dritten Tafel abbilden zu lassen.
Dieser Collinische oder Mannheimer fossile Hyänenschedel gleicht höchst auffallend, sowohl im Ganzen als im Einzelnen, selbst bis auf zufällig scheinende Eigenheiten, dem frischen trefflich bearbeiteten vollständigen Schedel einer gefleckten Hyäne (H. crocuta) in der Sammlung der Universität zu Erlangen, welchen ich durch Hrn. Hofr. Isenflamms Freundschaft zum Vergleichen erhielt.
Die schmutzig gelbgraue Farbe des fossilen Collinischen Schedels, welchen man bei Eichstädt fand, gleicht der Farbe,
40 S. Denkschriften der K. Akad. der Wissenschaften zu München, im siebenten Band. 1821. S. 71. Desgleichen Dinglers Polytechnisches Journal, Band VII. Heft 1. 1822. S. 385. nebst den dazu gehörenden Abbildungen.