über die geheilte Verletzung eines fossilen Hyänen-Schedels. 9

1770 liess Kober in seiner vortrefflichen Inaugural- schrift 32 ) eine portio maxillae fossilis cum dentc maxillari anu malis alicuius rapacis aus der Hermannschen Sammlung zu Strasburg sehr sauber abbilden. Dieser Zahn scheint mir der vorletzte rechte Backzahn des Unterkiefers einer Hyäne zu seyn.

1774 liess Esper 33 ) sowohl ein Bruchstück des Unter­kiefers mit ein Paar Backzähnen, als einzelne Zähne gut ge­zeichnet, schön gestochen, auch naturgetreu ausgemalt abbil­den, und vermuthete, dass sie einem Löwen angehört haben mochten. Er gedenkt zwar zu Folge Blasius 3 4) der Hyänen, ohne jedoch ihnen diese Zähne zuzuschreiben, vermuthlich weil ihm ein frischer Hyänenschedel zum Vergleichen fehlte.

1784 bildete Collini 35 ) den vollständigen fossilen Hyä­nenschedel, etwa um Drei viertel seiner Grösse verkleinert, ab, welchen ich Tab. III. in natürlicher Grösse darstelle und $.11. genauer beschreibe. Bei aller redlichen Mühe, die sich der wackere Mann gab, das Thier zu errathen, welchem dieses köstliche Stück angehört haben mochte, glückte es ihm doch nicht, das rechte zu treffen, indem er meinte etwas seehundartiges an ihm zu bemerken.

Erst in unserm gegenwärtigen Jahrhunderte war es Hrn. Baron Cuvier Vorbehalten, auch über diesen Punct der Petrefactenkunde das erfreulichste Licht zu verbreiten und durch einen Reichthum von bewährten, durch herrliche

32) Diss. de Dentibus. Basileae, ßg. 2 . Eine einer neuen Ausgabe Lochst würdige Schrift.

33} In seinem angeführten Werke von Zoolithen. Tab. X. fig. b. c. fig. d. Tab. XIV, fig. 2 . ein geheiltes Schenkelbein, scheint vielmehr abgebissen , als abgebrochen wie Esper S. 74 meinte.

34) Anatome Animalium . Cap, XX. pag, 74 .

55) Acta, Academiae Theodoro - Palatinae. Vol. *84.

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