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Vierzehntes Kapitel.

und besteht aus einer Verbindung Don Phosphorsaure mit Magnesia und Ammonium. Sie hat äußerlich ein glänzendes crystallinischcs Ansehen und kommt kaum jemals im reinen Zustande vor; aber dieses dreyfache Salz geht oft in die Verbindung anderer Steine und besonders derjenigen ein, die man schmelzbaren Harn­stein nennt. *)

Die dritte Art besteht aus Crystatten, die aus der Verbindung von Phosphorsaure mit Magnesia und Ammonium gebildet werden; sie sind mit etwas phos­phorsaurer Kalkerde und im Allgemeinen mit etwas Steinsäure gemischt. Sie ist von weißer Farbe, un­regelmäßiger von Gestalt als einige von den anderen -Arten, und besteht theils aus schichtenförmiger, theils aus poröser Masse. Sie schmilzt vor dem Löthrohre und heißt deßhalb gewöhnlich, schmelzbarer Harnstein.

.Die vierte Art besteht aus Zucker- und Phvs- phorsaure mit Kalkerde verbunden; im Allgemeinen ist auch etwas Steinsaure in den Zwischenräumen enthal­ten. Diese Art ist auf ihrer äußeren. Fläche etwas knopfig, wie eine Maulbeere und heißt daher gewöhn­lich der Maulbeerstein. Sie ist von dunkelbrauner Farbe und besteht aus unregelmäßigen Lagen. Die Lagen, aus denen sie zusammengesetzt ist, wechseln oft sehr in ihrer Farbe, einige davon sind dunkel, andere hell. Die Hellen Lagen befinden sich gemeiniglich in der Nähe des äußeren Theils des Steins, wenn gleich ihre Farbe dunkel ist.

Die fünfte Art besteht ganz aus phosphorsau­rer Kalkerde und heißt der Knochenerde-Stein (bone- earth calculus). Sie ist vyn lichtbrauner Farbe und ihre Schichten hängen nur sehr schwach zusammen. Eine genaue Analyse der drey letzten Arten von Harn-

*) S. Dr. Mareets vortrefflichen Essay upon Calculo,us

Dis Orders.