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Achtzehntes Kapitel.

Noch giebts einige andere krankhafte Erscheinungen am männlichen Gliede, wie z. B. Geschwüre, Phymofis, p a - raphymofis u. s. f. Diese äußerlichen, sehr wohl bekannten Uebel, gehören nicht in meinen Plan, und werden daher von mir ganz übergangen»

Achtzehntes Kapitel.

Krankhafte Erscheinungen an den Hoden und an dem Saamenstrang.

Wasserbruch." O)

k-LL^afferbruch, oder eine Ansammlung von Wasser in der Scheidenhaut des Hodens, ist eine sehr gemeine Krankheit^ die sich auf keine besondere Lebeusperiode einschrankt. Sie ist gar nicht selten in sehr jungen Kindern, in denen sie am gewöhnlichsten, ohne eine chirurgische Behandlung, wie­der verschwindet. In erwachsenen Personen verliert sich die Krankheit kaum jemals von selbst, sondern erfordert den Beystand der Kunst. 43 *) Der Sack, in d'em sich das

420) Ueber den Wasserdruck besitzen wir eine Sckrift, die däZ hreher gehörige Anatomische gründlich vortragt, von

I. C'ir , Stark , de Hydrocele. Jenae 1793.8-

Die klassische Schrift über diesen Gegenstand in prakti- scher Rücksicht ist Imbert Dalonnes Traite de lHydrocek» et eure radicale de cette Maladie, Paris 17^5. Enthält die

vollständigsten Auszüge aus allen den vorzüglichsten Wund­ärzten.

Doch verdienen noch als neuere Schriftsteller angeführt zu werden:

Humpage , on tbe Hydrocele. London 1789.

Greving, über die Entstehung und den Sitz des häu­figen Wafferbruchs in seinen sämmrlichen Schriften. Greiz 1790.

Frank, de interna Hydrocel.es Cauffa in seinem De- lectus Opufcuiorum, im dritten Bande.

Ich besitze selbst sehr deutliche Beyfpicle von den ver- schredeuen Arten des Wasserbruchs, qzr) In vier Fallen war ich doch so glücklich, durch den Ge­brauch einer Quecksilbersalbe, ohne Operation, sehr an­sehnliche Wafferbrüche vollkommen zu heilen, welche Me­thode mir der würdige Dr. Drjean mittherlte.