ig 6 -Vierzehntes Kapitel.
: - Obfchon die Materie des HarnblasensteinS überhaupt in zwey oder drey be g ranzte Massen gebildet ist, so sah ich
S. C. Titius et F. L. Kreyfig Analyfeos Calc.nl orum lm- V manorum et animalium chemicae, Specimen I. Lipf. 1789.
Will- Higgins A coniparative View of the phlogiltic and aiitiplxlogiüic Tiieories, to which ia annejred an Analyfis of the human Calculus with Obfervations 011 i& origin. - London 1789
Uni) besonders Will. Außin on the component parts of the Stones in the urinary Blad der. London 1790. 8.
Ctlblld) Fourcroy Annales de Chimie. Paris 1793. Tome XVi. UNd Tome XVJI.
> Will. Austr n's Versuche und Beobachtungen, siehe Götringsche gelehrte Anzeigen, 1792. Stück 71. — lehren, daß der Blasenstcin nur zu einem sehr kleinen Lheile, und oft gar nicht von dem Nrin, so wie er aus den Nieren ad, geschieden wird, erzeugt wird, sonoern vorzüglich von dem tviucus der Wände der Theile, durch welche der Urin geht; daß gewisse Stimuli, aus einen Thcil oder auf die ganze Blase gebracht, zur Erzeugung des Gleirrs Gelegenheit ge- den; daß die nächste Ursache des Steins ein kränklicher Zu- stand der Membranen, folglich der von ihnen abgesondert ren Safte scy; daß die Wirkung der verschiedenen Gegenmittel von der unmittelbaren Acriorr dieser Membranen abhängr, rn so ferne sie ihre Absonderung verbessern, oder ihre Reizbarkeit mindern; daß sich Gmeele's sogenannter Sublimat nicht in vielen Steinen fände, und daß ihn im Allgemeinen der Urin nicht enthält; daß sich dieser. Sublimat in Berliner Blau, phlogisiische §ufr, m?l> ffüchti- dtö Langensal; zerlegen, oder sich durch eine besondere Behandlung großcnrheils in schwere entzündbare Lust verwandeln lasse; daß die Auflösungsmittcl verschiedene Wirkung aufverschiedene Steine anssenr; und daß diese Verschiedenheit hauptsächlich von der Anwesenheit oder Abwesenheit dieses Sublimats abhängc. Alles Harte Widernatürliche im Körper nenne man (Jaiculus, welches sehr weit von der Wahrheit entfernt fey, indem.man nicht bloß im Urinblaseufteine, sondern in allen andern kränklichen Substanzen, z. B. den Gallenfteiucn, Bezoar's, Steinerr der Prostata, Lungeqsteiuen, Tartarus der Jahne u. s. f. nur einen sehr kleinen Theil Kalkerde antrrsst. Die einzige kränkliche Concretton, die aus einer kalkigen Basis besteht, sind die Verknöcherungen der Blutgefäße. Die Analyse zeigt, daß der Blaseuftein hauptsächlich verhärteter Muchs oder entzündbare Materie sey, sie komme nun entweder vom Mucus oder vom Urin. Man betrachte diese zwey Flüßigkeiten 2 priori, so ist der Mucuz zähe, opac, schwer und solide, noch ehe er die absonderndeOberstache verläßt, folglich anders als der Urin beschaffen. Dreß bestätigen auch de Haen's Versuche, der den Mucus von Steinkran» kcn zu einer solchen steinigen Masse an der freyenLnft ans-