Krankhafte Erscheinungen an der Harnblase. iZZ

durch eine löchrige Tertur unterbrochen. 3 9 4) In einigen Steinen ist gar keine blättrige Struktur entdeckbar son­dern sie sind durchaus löchrig.

Die Farbe der Steine ist merklich verschieden. Am häufigsten sind sie von einer braunen Farbe, welche bis­weilen heller, bisweilen dunkler ist. Auch sind sie zuwei­len von einer weißen und oft von golblichcr Farbe. Es ist merkwürdig, daß verschiedene Portionen des nämlichen Steins oft von verschiedener Farbe sind. Einige Mütter zum Veyspiel, sind vollkommen weiß, andere braun. In dieser Art von Mischung, habe ich gemeiniglich die weißen Blatter an der Außenseite, und die braunen Blatter in der Mitte gefunden, und ich erinnere mich nicht ein Vey­spiel gesehen zu haben, daß Blatter von verschiedenen Farben, in alternirenden Lagen, über einander gelegen hatten. 3 9 5) . -

Die spe elfische Schwere der tzarnblaftusteine, ist sehr verschieden, so wie sie an Dichtigkeit deS Gewebes merklich verschieden sind; allein gemeiniglich sind sie ein wenig mehr als noch einmal specifisch schwerer als Wasser.

Die chemischen Eigenschaften der verschiedenen 5darn- blasensteine , sind , wie ich vermnrbe, mehr von einander

294 ) Aus diesen verschiedenen Maltern oder Lügen der Harn-- blafensteine zu verschiedenen Zelten erklärt Camper sehr sinnreich, warum ein Harnblascustein bisweilen blutigen Urin erregt,,.der nachher sich von selbst verliert. So lange der Stein nämlich zackig ist / erregt er bcy der Bewegung des Körpers blutigen Urin durch^Aeiben an den Wänden der Harnblase; wenn aber durch neu hinzu kommende Maste die Lücken zwischen den Zacken ausgesüllk, und end­lich so gar die Jacken selbst bedeckt werden, so verliert sich auch wieder der blutige Urin. Er erläutert dieses durch schöne ganz nach der Natur gemachte Zeichnungen.

Eben diese verschiedenen Lagen.beweisen nur auch auf's unwiderleglichste, daß Harnblasrnsteine allmählig gebildet werden.

29;) Ich besitze doch selbst nickt nur solche Steine, wo die wett ßenBlärter an der Außenseite, und die braunen in derMirte sich finden; sondern auch solche, wo sie einrgermaßcn, wenn auch nicht genau, in alternirenden Lagen sich zeigen, wie man auch aus den Abbildungen bcy Camperund bey S a n d i fo r r an den angeführten Stellen erkennt.

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