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Vierzehntes Kapitel.

Frauenzimmer sind auch, vermöge ihrer Gemüthsart, weit fähiger, Versuche von dieser Art zu machen, als Männer.

Die Steine der Harnblase, liegen entweder los in ihr, oder sind durch verschiedene Umstande, auf eine feste Lage eingeschränkt. Sind sie klein im Umfange, so liegen sie bisweilen in kleinen Poschen oder Säckchen, die durch eine Vortreibung der inner» Membvan der Blase, zwischen den Bündeln der Muskelfasern gebildet werden. Bisweilen ist ein Stein an einem Auswuchs der Blase befestigt, so, daß er in einer staken Lage erhalten wird. 3 93 )

Oft ist nur ein Stein in der Blase vorhanden, und dann ist er gewöhnlich von einer ovalen Gestalt; allein oft sind ihrer mehrere, und die Steine erhalten durch das Reiben aneinander, siache Seiten und Winkel. Steine haben bisweilen eine glatte, ringförmige Oberfläche; allein am häufigsten ist ihre Oberfläche körnig. Diese Körnchen lie­gen gewöhnlich sehr dicht an einander über die ganze Ober­fläche des SteinS, und geben ihm einen gewissen Grad von Rauhigkeit. Auch sah ich sie in Klümpchen an verschiede­nen Stellen der Oberfläche des Steins zusammen geballt. Diese Körnchen sind auch bald kleiner bald größer, und an verschiedenen Steinen mehr oder weniger erhaben. Einige Steine haben eine unregelmäßige, löchrige Struk­tur auf ihrer Oberfläche, statt daß sie körnig seyn sollten.

Werden Steine durchjagt oder zerbrochen, so zeigen sie gemeiniglich eine blättrige Struktur. Diese Blättchen lie­gen in cvncentrischen, krummen Linien, und sind mehr oder weniger dicht aneinander gefügt. Auch sind sie an Dicke hi verschiedenen Steinen verschieden. Die blättrige Struktur setzt bisweilen einförmig durch die ganze Masse des Steins, öfters hingegen werden verschiedene Portionen desselben

§93) Siehe Al bi uns am angeführten Orte; und Tniing

Praefide Plattier Differtatio de Calculo ad Veficam adhae-

refcGiite. Lipiiae 173g. und Jobstein am angeführten

Orte-

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