Krankhafte Erscheinungen an derHarnblase. igr
Alter erzeugt. Diese Krankheit wird nicht so häufig im weiblichen als im männlichen Geschlecht angetroffen, 391 ) welches von zweyUrsachen abhangen kann: die eineist, daß sich keine so starke Neigung zu ihrer Bildung in diesem Ge- schlechte befindet; die andere Ursache ist, daßSteine durch die Harnröhre in Weibern ihren Ausgang finden, welche im männlichen Geschleckte in der Blase zurück gehalten werden, und daselbst den Grund zu grbßcrn Steinen legen.
Die Steine, welche man in der Harnblase findet, find entweder ursprünglich in den Nieren gebildet, und gera- then durch die Harnleiter in die Blase, oder, fie werden erst in der Blase selbst gebildet. Finder der letzte Umstand statt, so wird bisweilen die erdige Materie, rmgs um einen fremden Körper abgesetzt, welcher zum Kern des Steines wird, wiewohl am häufigsten gar kein Kern bemerkt wird. Die Kerne, welche ich sah, waren kleine Stückchen Dley, 3 9 2 ) ( wahrscheinlich von [ einem bleye.rnen Bougie abgebrochen) kleine Nagel und kleine Massen von Haaren. Kurz, jeder fremde Körper, welcher in die Blase gerath, kann zum Kern eines Steins werden. Es ist natürlich, zu denken, daß solche Kerne gemeiner in Harnblasensiei- uen von Weibern als von Männern seyn müssen; ihre Harn- Röhre ist weiter und kürzer, so daß ein fremder Körper weit leichter in die Harnblase eingebracht werden kann, und
wog, und zwölf Zoll im Umfange hat; diese Abhandlung isr wieder abgedruckt bey Meckel im neuen Archiv für praktische Aerzte 1790. im zweyten Theile.
Lucas Beobachtungen über Harnblascnsieine im London Medical Journal für's Jahr 1750.
Bisweilen findet man dre Steine in der Harnblase würfelförmig, dergleichen einen ich durch die Güte deö D. Girtanner's aus derHarnblase des berühmten Buffon besitze, und dergleichen Gooch on Wounds &c. beschreibt.
Man will einen hohlenHarnblasensterngeschen haben.— Breslauer Sammlungen -7-4.
39!) Steinmann Differtatio : Cauffae, cur frequentius Viri prae Feminis calculoii fiant. Argemorati 1750. 4.
392) So sah man eine durch einen Schuß in die Harnblase ger rathene Bleykugel Grundlage zu crnem Steine geben. — Siehe Schmitt von Schußwunden §. 83.
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