Krankhafte Erscheinungen an der Milz. 155

Zustande der Milz, entweder scirrhöse Knötchen gebildet, oder irgend eine Abweichung der Struktur gesehen zu ha­ben, die einem Scirrhus in andern Theilen des Körpers gleich gewesen wäre. Es ist also eme Frage, ob dieses als eine Art von Abweichung angesehen werden dürfe, welche fähig ist, eme scirrhöse Krankheit in diesem Eingeweide hervor zu bringen, oder ob es für eine wesentlich verschie­dene Krankheit gehalten werden muß. In diesem Zustan­de der Milz sammelt sich bisweilen Wasser in der Bauch­höhle an.

Knoten m der Milz.

Ein oder zweymal sab ich die Milz in ihrer Substanz mit kleinen Knötchen besetzt, welche genau den serofulösen Knötchen in den Lungen glichen. Sie saßen. in ziemlich regelmäßigen Entfernungen von einander, und hingen nicht ln Massen zusammen; ich erinnere mich nicht, irgend eines von ihnen in einem Zustande von Eiterung gesehen zu haben.

Knorpelige Häute der Milz.

Die tzänte der Milz werden bisweilen in Knorpel ver­wandelt, und diese Krankheit kann man großentheils, als der Milz eigen, betrachten. Wenigstens' ist dreß in diesem Eingeweide weit gemeiner, als in irgend einem andern.

Diesen Knorpel findet man gewöhnlich airf der gewölb­ten Oberfläche der Milz, und er erstreckt sich mehr oder weniger über sie, nach Verschiedenheit der Falle. Auch ist er gleichfalls in einem Falle dicker als im andern, in eini­gen ist sie nicht dicker als ein Schilling, in andern viermal so dick. Gemeiniglich hat sie die Gestalt einer glatten La­ge; allein gelegenheitlich ist sie etwas unregelmäßig. 324)

224) In meiner Sammlung findet sich die Haut der Mil; an einer Stelle mit knorpeligen Knöpfchen von der Größe des Koriandersaamens besetzt.

Ich sab oft, vorzüglich m Brannteweintrinkern, die Haut der Milz verknorpelt.