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Eilftes Kapitel.
sie auf, so scheint die natürliche Struktur erhalten zu seyn, außer daß sie weit dichter ist, indem die Theile weit naher aneinander liegen.
Dieser Zustand der Milz wird gemeiniglich sür.scir- rhds2 2 3)gehglten, und gleicht gar sehr dem verhärteten Zustande der Leber, bevor die gemeinern Knötchen in ihr gebildet werden. Doch erinnere ich mich nicht, in diesem
eines so viel möglich gleichen Thieres, dem man kein Elsen gab, chemisch vergleichte.
Hierzu scheint um so mehr Hoffnung, als I. F. Gme- lin — in feiner klassischen, bloß auf eigenen genauen Versuchen beruhenden, Dissertation: An Adftringentia etRo- ' borantia ftri&e fic difta Ferreo Principio fuam debeant Fffi-
eaciam? Tubingae 177.3. 4. — den Schluß zieht:
„Und« ex meisFxperimentis maxima cum Probabilitate „confequitur, memorata haec remedia“— (nämlich Granatäpfel — Galläpfel — Peruvianische Rinde) — „ad-
„üringentia et roborantia fuam vim debere ferro cum terra „aluminofa combinato, et in acido quocunque pro parte ,,foluto.“
Und welche kräftige und augenscheinliche Wirkung der Metalle auf den thierischen Körper haben wir nicht in unfern Tagen durch die Galvanischen Versuche kennen gelernt'i ^
Wichtig für die Pathologie wäre dieser Satz, wenn er zeigte, wre die Bleichsucht mit der Beschaffenheit der Mil; zusammenhangt. — Daß das mißfarbene blasse Ansehen der amchalten Fieber Leidenden mit der Beschaffenheit der Milz rn Verbindung siehe, scheint.der sogenannte Fieber- kuchen, das ist, dre angeschwollene Mil; zu verrathen.
Auch nennt man schon im gemeinen Leben blaß und mißfarben aussehende Leute Milzsüchtige, well man wirklrch in solchen Personen die Milz verdorben, weich oder faul antraf. — So sah man, daß ich nur einen der neuesten Falle anführe, die Lippen welk, und die Haut tod- tensarbig bev einem Milzgeschwüre. — Sieh Journal de Medecine et Chirurgie&c. pour l’an 1790. Fevrier.
Endlich für die ausübende Heilkunde Ware dieser San wichtig, indem er uns das Mittel zeigt, der Milzfucht, — dem Ficberkuchen, — u. s. f. zuvor zu kommen. Falls es sich nämlich durch Versuche bestätigte, wie mir, wenn rch alles zusammen nehme, wenigstens nicht unwahrscheinlich ist:
„Daß Elsen die Milz verkleinert oder ;u- „s am men zieht."
323) Ludwig sagt — in seinen Primis Lineis Anatomiae pa- thologicae pag. 60. — „Scirrhus Lienis, quod vitium omni- „am eile folet frequentilfimum.“