Krankhafte Erscheinungen an der Milz. .153

sollte glauben , daß eiu solcher Instand der Milz, sich nicht durch ein besonders Gefühl auszeichnet, noch daß P erso­nen das Daseyn irgend einer Krankheit sich dabey bewußt werden; wahrscheinlich ist es auch von sehr weniger Bedeu­tung in der allgemeinen thierischen Oekouomic. Immer jeovch bleibt es eine sehr auffallende Abweichung von der gesunden Struktur der Milz, und ist kein Instand, in den dle Milz natürlicher Weise durch den allmahligen Verfall des Körpers ausartet.

Sehr harre Milz. 3 2 2 )

Die Milz ist bisweilen viel harter als gewöhnlich, und gemeiniglich zugleich ziemlich vergrößert. Schneidet man

Z22) Celfus Libr. 4. Capit. 9. sagt! ,,Aqua, in qua can- ,,dens ferrum, fubinde tindtum eit, praecipue lienem coer- cet, quod animaciverium eit in bis animalibus, quae apud fabros ferrari'os edudta: exiguos lienes habent.

Diesen Satz hatte ich ferner Wichtigkeit wegen schon lange gewünscht, durch eigens «ngestcUre Versuche und da­mit verglichene Erfahrungen aus der Heilkunde erörtert zu sehen. Allein vergebens schlug ich ihn verschiedenen von meinen Zuhörern vor, bis ich endlich Hoffnung bekam, daß ihn der Sohn unsers verdienstvollen Herrn St rack's aus- führen wird.

Wichtig scheint mir. der Satz für die Phvsivlogie, weil er uns zeigt, daß die Milz auf die gehörige Dichtigkeit des Bluts großen Eittfiuß hat. Schon Hewsvn glaubte

steh seine. iffxperimeniatlnquirieL into theProperties of Blood

im dritten Lande daß die Mil; dasjenige Organ sey, welches die Blurkügelchen bildete; w.yfür wenigstens ein starker Beweis wäre, wenn es sich bestätigte, daß Thiere, die kein rvtheö Blur haben, auch keineMrl; habe«.

Wichtig für die Lehre von den Ärzncvmitteltt ist dieser Satz, weil er uns zeigt, daß das Eisen nicht, wie einige glaubten, blvs auf den Darmkanal, sondern auch weiter wirkt; ferner, indem er zeigt, auf welches Eingeweide un­sers Körpers das Eisen vorzüglich ferne Wirkung äußert.

Wir wissen, daß Quecksilber besonders auf die Spei­cheldrüsen spanische Fliegen besonders aus dieNiexen 'Kampher besonders auf den Kopf u. s. f. wirken; daß der färbende Stoff der Färberröthe dis zu den Knochen Dringt, und dort angezogen oder adgesekr wird.

Man könnte durch Versuche bey dieser Gelegenheit auch vielleicht den Satz bestimmen , ob und in welcher Menge das Eisen wirklich in'sBlut übergebt, wenn man dasBlut von Thieren, denen man Eisen erngab, mit dem Blute K 5