Krankhafte Erscheinungen an der Gallenblase. 15r

XIV. Man fand zwischen der zelligen und inner« Haut der Gallenblase, unfern ihres Ganges, ein erdiges Con- crement, von der Größe einer .Haselnuß. 3I8 )

XV. Ich fand den gemeinschaftlichen Gattengang hin und wieder mit Verknöcherungen besetzt.

XVI. Man fand die Gallenblase geplatzt. 3I9 )

XVü. Man fand die Haute der Gallenblase ungewöhn­lich verdickt, 22 0) welchen Fall ich ebenfalls besitze. Walter erklärt dieß aus einer ungewöhnlich häufigen Absetzung von Wasser zwischen die Häute, welche die Häute schlaff macht, von einander entfernt, und endlich dicker macht.

XVill Ich sah wirklich in mehrern Fällen, die Häute der Gallenblase wassersüchtig angelaufen und von einander getrennt.

Eilftes Kapitel.

Kränkliche Erscheinungen an der Milz.

Entzündung der Häute der Milz.

Häute der Milz, sind der Entzündung unterworfen; allein das ist selten der Fall, außer wenn das Bauchfell in der Nachbarschaft ebenfalls entzündet ist. Die eigene Bede­ckung der Milz ist so genau mit dem Bauchfell, das sich über sie schlägt, verbunden, daß es nothwendig an jeder Entzündung Theil nehmen muß, welche diese Portion des Bauchfells trifft. Greift die Entzündung die Haute der Milz an, so zeigt sie genau die-nämlichen Erscheinungen, welche so oft erklärt worden sind. Sie werden mit Gefäßen überhäuft, sind etwas dicker, und setzen eine Lage von ge­rinnbarer Lymphe ab.

Z l8) Walter Obfervationes anatomicae, Berolini 1775. pag. LII.

§. XVII.

319) Bertin Medicina methodica abfoluta. Libr. XXII. Cap.I.

330 ) Siehe lVcr/te/' ^nnotatioiieL ^.cacleiiUeae, Berolini 1786.

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