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Zehntes Kapitel.

ss^lcheu Umstanden, ist sie weiß von Farbe und sehr zusam­men gezogen. 3 ° 8 )

Man bar sie zu einer entsetzlichen Große ausgedehnt^ 9) und Wasserblasen 3I °) enthalte» gesehen; allein die, ser Zustand ist äußerst selten.

Zusätze.

I. I)r. Heberden glaubt, daß wenigeMenschen das vierzigste Jahr erreichen, ohne daß sich bey ihnen ein Gal­lenstein erzeugt.

H. Gallensteine sind bey Leuten von sitzender Lebens­art sehr gewöhnlich; Hey solchen, die sich gehörige Leibes- beweguug machen, fast unerhört. Wahrscheinlich sind sie auch aus dieser Ursache häufiger bey Weibern als bey Män­nern; häufiger bey fetten, als magern Leuten.

Fast gewöhnlich, fand ich sie in Leuten, welche lange gefangen saßen.

ili. In Ansehung der specifischen Schwere der Gallen­steine, ist ein merklicher Unterschied unter ihnen.

Ich fand, daß im trockenen Zustande die durchsich­tigen Hellen Gallensteine im Wasser zu Boden gingen; die undurchsichtigen dunkeln hingegen auf dem Wasser schwammen.

Bringt man sie hingegen gleich , nachdem man sie aus der Gallenblase genommen hat, ins Wasser, so sinken sie gewöhnlich alle ohne Unterschied unter.

I V. Die Gallensteine finden sich bisweilen in den Leber- gangen; gewöhnlich aberin der Gallenblase. Aus der Gal-

*) Medical Communications. Vol. I. p. iqi.

208) Besonders fand ich dieses, wenn der Gang der Gallen, blase sehr zusammen gezogen oder geschloffen war.

229) Mir ist doch ein paar mal ein solcher Fall von außeror­dentlicher Ausdehnung der Gallenblase vorgekommen.

2io) Wasserblasen der Gallenblase, sah auch Waller in sei, Neu Annotationibus Academicis ©cttC 84. N. VI. der auch die Bemerkung macht, daß sieleicht zu der Krankheit der Gallenblase Gelegenheit geben, wo die Gallensteine mit der inner« Haut verwachsen sollen.