146 Zehntes Kapitel.
sphare, auf; doch nicht in einem beträchtlichen Grade, nur eine Art von Gallensteinen, fand ich in dieser Warme, gänzlich unauflösbar. Legt man Gallensteine in Terpenthinöl, und bringt sie in ein Sandbad, so wird weit schneller auf sie gewirkt. Einige werden in eine Art Oel verwandelt, welches im Terpenthinöl zu Boden sinkt; andere sind zum Theil auflösbar, färben das Terpenthinöl bräunlich, und lassen einen Tbcil als Pulver fallen . 3 ° 4 ) -
Die meisten Gallensteine scheinen, in der gemeinen Luftwarme vom Weingeist, wenig angegriffen zu werden, aber in Kochhitze, werden sie entweder zum Tbeil oder- gänzlich aufgelöst. *) Dieß sind die allgemeinen Resultate von ziemlich vielen meiner eigenen Versuche; allein ich spreche über diesen Gegenstand mit sehr wenig Zuversichtlichkeit. Er sollte von einem geschickten Chemisten, der gut mit Versuchen nmzugehen versteht, vorgenommen werden, und seine Versuche sollten sich über eine große Varietät von Gallensteinen, die dem Ansehen nach von einander verschieden sind, erstrecken. 3os )
. *) Wenn einige Gallensteine kochendem Weingeiste ausgesekt werden, so werden weiße flockige Krystallcn bald nach dem Er, kalten gebildet. Werden sie dem Weingeiste in der gemeinen Luftwärme ausgesetzt, so dauerts einige Wochen bevor Krvsialle gebildet werden/und diese erscheinen in ihrer Gestalt spitziger, als jene. Diese Krystalle wurden meines Wissens zuerst beobachtet
»VN HrN. Poulletier de Ia Salle. Siehe Fourcroys Elemens d’Hi- floire naturelle et de Chimie. Tome 4 . S. 354.
304) Ich fand alle achte Gallensteine im Terpenthinöle, selbst dann, wenn ich sie gleich, so wie ich sie aus der Gallenblase nahm, folglich noch feucht, hineinlegte, vollkommen auflös, bar. — Schnell ging die Auflösung, wenn ich Wärme zu Hülfe nahm — langsam, aber doch unfehlbar, wenn ich sie im Kalten ließ.
30;) Diese vom Verfasser gewünschte chemische Untersuchung, haben Diedrich— Gren— Titins und Fou rer oy- wirklich schon geliefert.
Man sehe die angegebene Schrift von F. P. Straub, wo dieHauptresulrate ihrer Untersuchungen angegeben sind.
Im Ganzen haben dieGallensteinemit dem Wallrathe die meiste Aehnlichkeit; nur scheinen sie mir darin hauptsächlich von einander unterschieden, daß sie bald mehr bald weniger Schleim oder lymphatische Theilchen beygemischt Hallen.