144
Zehntes Kapkkek.
kommen die Größe eines tzünereys hatte. Ist nur ein einziger Gallenstein , entweder in der Gallenblase oder in den Gallengängen: so ist er gemeiniglich eyförmig; ist ihrer eine beträchtliche Menge, so erhalten sie durch das Reiben aneinander, mehrere Seiten und Ecken.
Es ist eine große Verschiedenheit, in Rücksicht der äußern Gestalt der Gallensteine, und in Rücksicht ihrer Farbe; einige sind weislich , andere schwarz; 202 ) auch gieb'ts gelbliche, grünliche, hellbraune, dunkelbraune, röthlich- braune. Dieses sind die tzauptverschiedeuheiten in der Farbe; allein es giebt andere kleinere Verschiedenheiten, welche sich schwer durch Worte ausdrücken lasten. Gallensteine sind auch an Glatte ihrer Oberfläche sehr verschieden, einige sind sehr glatt, und andere ziemlich hockrig.
Zerschneidet oder zerbricht man sie, so bestehen sie gemeiniglich nach allsten zu, ans concenrrischen Blattern; nach innen zu, ans einem strahligen Gewebe. Der blättrige Theil ist bisweilen großer als verändere, bisweilen umgekehrt. Der blättrige und strahlige Van, ist bisweilen sehr dicht, bisweilen hingegen besteht er aus sehr lockerer Materie. Auch trifft man gleichfalls zuweilen, so wohl die blättrige als die strahlige Struktur, sehr dunkel an, und der Gallenstein gleicht ziemlich einer einförmigen soliden Maste. Der blättrige Theil besteht sehr oft auf der Außenseite, dem Ansehen nach, aus einer von der strahlenförmigen Struktur des Mittelpunkts verschiedenen Substanz; gar nicht selten findet man die Struktur im Cen-
tro
Die trefflichsten und zahlreichsten Abbildungen liefert
E. S a n d i fv rr im Mufeum anatcwnicum Acadenüae Lug- duno Batav.ae 1793. Folio majori. Tom. II.
Mit lebendigen Farben bildet einige Gallensteine unvergleichlich schon ab H. F, Delhis, Diiiertafio de CFoielirfus Obfervationes et Experiment». Erlangae 1782.
302) Schwarz, von außen nämlich, fand ich die eigentlichen Gallensteine — (denn ich schließe hier die bloßen Verdickungen der Galle, die man auch gewöhnlich für Gallensteine . ausgiebt, aus) — doch meist nur dann , wenn der Leichnam nicht mehr ganz frisch war.