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Krankhafte Erscheinungen an der Gallenblase. 14z
Hang so sehr ausgedehnt, daß er beynahe einen Zoll im Queerdurchmesser hielt. *9 9 ) Diese Erweiterungen der Gallengauge, finden schwerlich jemals statt, außer wegen einer einzigen Ursache, nämlich bey dem Durchgänge der Gallensteine^ und es ist zum Erstaunen, wie groß bisweilen Gallensteine waren, die in den Zwölffingerdarm übergingen. Dieß sollte zu einem guten Trostgrnnde den Personen dienen, die an diesem Nebel leiden.
Es wird nicht unschicklich seyn, hier zu bemerken, daß ich einmal eine unmittelbare Eommunication durch einen kurzen Kanal, zwischen der Gallenblase und dem Magenende bemerkte; dieses Spiel der Natur ist sehr selten, und wahrscheinlich von wenigem Nachrheil für die thierischen Geschäfte.
Gallensteine. 3 °°)
Es ist keine seltene Erscheinung von Krankheit, ben Leichenöffnungen, Gallensteine entweder in der Gallenblase oder in einigen der Gallengauge zu finden. Die Gallenblase ist bisweilen im Umfange sehr erweitert und mit ihnen angefüllt. In diesem Fall werden ihre Haute oft beträchtlich verdickt, wahrscheinlich durch die Anstrengungen der Zusammeuziehungskraft der Gallenblase, um sie heraus zu treiben. Die Zahl der in der Gallenblase angesammelren Steine, ist bisweilen sehr groß; über ein Tausend nahm man aus einer einzigen Gallenblase, welche iuvr. Hunters Sammlung anfgehoben werden. Befindet sich nur ein einzelner Gallenstein in der Gallenblase, so ist er bisweilen sehr groß. 3 ° r ) Ich weiß nur ein Beyspiel von einem,der voll-
299) Morgagni sah den gememschaftlichen Gallengang (Du- ftus choiedochus) so erweitert, daß er gar zwey Zolle im Durchmesser hielt.
300) Man sehe über die Gallensteine nach:
F. S. Straub Diflertatio de calculis biHariis, Mo^untiae
1792. 8. wo sich auch dieLitteratur über dieselben befindet.
301) Linen der größesten Gallensteine bildet ab Abr. Gottl. Richter in seinen vortrefflichen medicinischen und chmm grschcn Bemerkungen, Gdltingen 1793. irn ersten Bande, Seite 59.
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