IZL Neuuteö Kapitel.
bisweilen hingegen keines. Die Leber ist bisweilen von Ansammlung der Galle stark gefärbt, bisweilen hingegen ist die Farbe der Substanz der Leber zwischen den Knoten vollkommen natürlich.
Die Art Knoten, welche wir eben beschrieben haben, ist weit seltener als die andere, und gleicht weit mehr dem gewöhnlichen Ansehen von Scirrhus in andern Theilen des Körpers. Sollte ich also bloß nach der Struktur die Sache bestimmen, so würde ich die großen weißen Knoten, als den wahren Scirrhus der Leber betrachten; und die andern vielleicht als eine besondere Krankheit dieses Eingeweides ansehen, welche eben so schwer zu heilen ist, als her wahre Scirrhus. Was ich hier sage, ist bloß Vermuthung, und nur bestimmt, eine größere Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand zu erwecken.
. Weiche braune Knoten der Leber.
Ich sah ebenfalls in der Leber eine Menge weicher Ger schwülste, ungefähr von der Größe einer welschen Nuß: sie lagen hauptsächlich an der Oberstache der Leber, und bestanden aus einer glatten, weichen, braunen Materie. Dieß ist eine sehr seltene Erscheinung von Krankheit, und ihrer eigentlichen Natur nach wahrscheinlich nicht hinreichend bekannt. Solche Geschwülste-, könnte man vielleicht scrofulös nennen, wenn man Gründe Hatte, diese Meynung zu unterstützen; allein zuverlaßig ist keine Aehnlichkeit zwischell dieser Art von Geschwulst, und entweder einem scr'ofulösen Knoten der Lunge, oder einer scrofnlösen Saugaverdrüse. Es würde sich der Mühe verlohnen, solche Erscheinungen besonders zu untersuchen, um endlich die Natur dieser Krankheit fesizusetzen. Diese Untersuchung würde sehr erleichtert werden, durch eine genaue Kenntuiß der Zufälle und der allgemeinen Neigung der Leibesbeschaffenheit. . ,