Kränkliche Erscheinungen an der Leber, i z r
»ft ist die Leber in diesem Zustande von gelber Farbe, welche von der in ihrer Substanz angesammelten Galle kommt; auch befindet sich Wasser in der Höhle des Unterleibes, welches von beygemischter Galle gelb gefärbt ist. Die Gallenblase ist gemeiniglich sehr zusammen gezogen, und weil sie leer ist, weiß von Farbe. Die Galle erreicht, wegen des Drucks auf die Gallengange, nicht den Lebergang, und kann also nicht in die Gallenblase gelangen. Die Farbe der Haut ist in solchen Fallen gelbsüchtig, und bleibt beständig so, weil sie von einem unveränderlichen Zustande der Leber ab!'ängt. Dreß ist die gewöhnliche Erscheinung von dem, wa§ man überhaupt eine ftirrhbse Leber zu nennen pflegt:, allein es giebt andere harre Knoten in der Leber, welche der Struktur eines Scirrhus in andern Theilen des Körpers ähnlicher scheinen.
Große weiße Knoten der Leber.
Harte weiße Massen, sieht man bisweilen in der Leber sich zu einer ansehnlichen Größe bilden. Oft sind sie so groß als eine Kastanie; allein ich sah sie sowohl merklich größer als auch kleiner. Sie finden sich nahe an der Oberfläche derselben in größerer Anzahl, als gegen die Mitte ihrer Substanz. Zwey oder drey Knoten, liegen gewöhnlich nahe an einander, und eine ansehnliche Portion Leber, die gesund ist, zwischen ihnen und einem Klumpen gleicher Knoten. Sie bestehen aus einersehr festen, einförmigen, undurchsichtigen weißen Substanz, sind überhaupt auf ihrer äußern Oberfläche etwas eingedruckt oder aus- gebölt. Die Leber ist in dieser Krankheit gemeiniglich sehr merklich über ihren gewöhnlichen Umfang erweitert.
Diese Knoten scheinen zuerst rings um die Blutgefäße der Leber gebildet zu werden, wie man wahrnimmt, wenn man die Leber m diesem Zustande zerschneidet. Wahrend die Leber in .solchem Zustande der.Krankheit sich »befindet, ist bisweilen Wasser in der Höhle des Unterleibes enthalten.