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Scirrhus und Krebs des Magens.
den Blutgefäßen des Magens absondert, und durch kleine anshanchende Gefäße in seine Höhle getrieben wird« Herr Hunter hat davon ausführlich in seinem Versuch über die Verdauung, *) gehandelt, so wie auch ich in einem Aufsatz, der in den Medical and Ghirurgical Transä- £Hons steht **)
Siebt man die baute des Magens an seinem blinden Stücke an, so erscheint oft eine kleine Stelle von ihnen dünner, durchsichtiger und dem Gefühl nach breyiger, als gewöhnlich ; allein diese Erscheinungen sind selten stark ausgezeich, net. Sic entstehen von der Wirkungches Magensafts, der auf einer Stelle des Magens in größerer Menge als sonst irgendwo, liegen bleibt, und einen kleinen Theil seiner Haute auflöst. Man darf daher dieß nicht für eine Folge von einer Krankheit halten, sondern für einen Erfolg von der Wirkung des Magensafts, und dem Zustand des Magens nach dem Tode. Ist der Magensaft in beträchtlicher Menge, und von einer wirksamen Natur, so wird die Substanz des Magens an seinem blinden Sack durch und durch aufgelöst, und das in ihm enthaltene, wird in die allgemeine Höhle des Unterleibes ergossen. I6z ) In solchen Fallen, werden auch die nachstgelegenen Eingeweide zum Theil aufgelöst. Die Falle von einer so kräftigen Auflösung sind jedoch selten, und kommen meist nur in solchen Personen vor, die, wahrend sie einer guten Gesundheit genossen, plötzlich durch einen Zufall starben. Die wahre Er, klarung dieser Erscheinungen, gab zuerst Herr Hunter, und machte sie aüf Bitten des Herrn Pringle in den philosophischen Transacrionen ***) bekannt.
*) S. s- Obfervations on certain parts of the animal oecohomy, Sette 164.
**) S. den Fall von einer Windgeschwulst, Seite 202.
***) Philofophical Transadions, Vol. 62. p. 447■ 16 5 )
162) Auch diesen Fall sah ich selbst, und überließ ein lehrreiches Beyspiel davon der Wiener Militairakademie, aus einem Kinde.
*63) Eben diese Abhandlung findet sich auch in Hunten Obfer- vacions on certain parts of the animal Oeewioray, 28Z.