go Siebentes Kapitel.
Geschwülste von einer fettigen Substanz, fand man bisweilen im Magen; allein sie müssen als eine sehr seltene krankhafte Erscheinung angesehen werden. Ruysch erzählt, daß er die Geschwulst vom Magen eines Mannes, welche Haare mit einigen Backzähnen enthielt, gesehen und in seiner Sammlung aufgehoben habe.
Steine von verschiedenen Gestalten, will man ge- legenheitlich im Magen angetroffen haben. Ich hahe sie niemals beobachtet und sie müssen für sehr selten gehalten werden. **)
Wärzchen und Pöckchen, die einigermaaßen den Kinderblattern gleichen, will man ebenfalls auf der inner« Haut des Magens gesehen haben; allein diese sind äußerst selten. ***)
Man will sogar wahre Pockenblaschen, im Magen von Personen, die an dieser Krankheit starben, gesehen haben. In neuern Zergliederungen jedoch, hat man diese Erscheinung nicht bemerkt, so, daß man sie wenigstens für sehr ungewöhnlich halten muß. ***#) 16 4 )
Zusätze.
Siehe Stevens Diflertat. de Deglutilione. Edinburgi 1 777- c
Awey ähnliche Falle erzählt Ailhaud Memoires de la Societe de Medicine. Tome VII.
Nach CH. Webster platzt aber der Magen vor- der Auflösung.
*) Ruyfch, Tom. 2. Adverf. analomica, Decade tertia.
**) Lieutaud. Tome I. Seite 17.
***) Lieutaud. Tome I. Seite 23.
****) Lieutaud. Tome I. Seite 371 r.
164) H. A. WriJ'berg Commentaria Goetlingenfia. Tom. VII_
UNd D. Cotunni de Sedibus Variolarum. Neapoli 1769. haben durch vielfältige eigene Untersuchungen , vorzügliches Verdienst um die Festsetzung der Wahrheit, daß es keine innern eigentlichen Blattern oder Pocken giebt. In ein paar Blatternepidemien, die mir eine Menge an Blattern gestorbener Kinder lieferten, konnte ich ebenfalls keine wahren Blattern auf der innern Oberfläche^ oeö Darmka« «als entdecken.