Kränkliche Erscheinungen am Schlunde. 55
schnell an seinem unter» Ende zusammen. Daher bildet sich ein kleiner Schlupfwinkel, in dem ein fremder Körper gelegenheitlich liegen bleiben kann. Dieß ist nothwendiger weise der Fall an seinem hintern Theile, so daß, wenn sich der Schlupfwinkel zu einer Höhlung erweitert, er nothwen- dig hinterm Schlunde hinabsteigen muß. Die nähern Umstande dieses besonder» Falles, finden sich in den Medical obftrvations *) beschrieben.
Zusätze.
I. Man fand den Schlund zum Theil in heißen und kalten Brand übergegangen. II2 )
II. Man sah Beschwerlichkeit in Schlingen durch die linke Schlüsselbeinarterie verursacht werden, weil sie zwischen der Luftröhre und dem Schlunde durchging. II3 )
III. Man sah Seirrh ositaten im Schlunde. 114 )
IV. Man fand ein mehrere Zoll langes Geschwür an der vorder» Seite des Schlundes. 115 )
V. Man sah in einer Frau eine Anfressung des Schlundes und der benachbarten Aorte, wodurch endlich sich alles Blut in den Magen ergoß. 116 )
Voi. 3. S. 85.
112) Baader in der ein und vierzigsten Observation, die im dritten Bande von Sandisort's Thesaurus Difl'ertationum wieder abgedruckt ist.
uz) Bayfo rd in den Memoires of the Medical Society. 1789. Vol. II. Artik. 54.
114) Farquharjort Memoires of the London Medical Society. Volum. II. Artikle 31.
115) Sandifort MufeumanatomicumAcademiaeLugd. Batav.1793. Tab. 6VI. Fig. 5. bildet diesen Fall schön ab.
n6) Sehr schön ist dieser Fall abgebildet bey van Doeveren Differtat. Obfervationes anatomico pathologicae Lugd. Batav. 1789. Qbfervat. I. — UNd bet) Eduard Sandifort tm Mufeo anatomico Academiae Lugduno - Batavae 1793, Tab. CV. Fig. 1. s. UNd Tab. CVI. Fix. 1.