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Fünftes Kapitel.
Krankheit angesehen werden muß. Beym Eknschnei- den schien er faserig, und die Richtung dieser Fasern ge- wissermaaßen gegen die innere Membran, auf der sie lagen, rechtwinklig; die innere Oberfläche war in Schwa- rüng gerathen.
Den Schlundkopf sah man an seinem untern Ende, in einen Sack von ansehnlicher Größe erweitert, welcher hinter dem Schlunde hinab hing. 11 Vermuthlich ist dieß sehr selten, doch findet sich ein Beyspiel davon in 0r. Hunters Sammlung. Der Sack bildete sich hier durch einen daselbst eine Jeitlang sitzen gebliebenen Kirschkern, der sich gleichsam ein Lager bereitete. Er blieb in dieser Lage drey Tage lang, und ward dann durch einem heftigen Anfall von Husten heranfgebracht. Ein Tbeil der Speisen blieb uachgehends allemal in der vom Kirschkern gebildeten Höh- lung zurück, die dadurch gradweise erweitert ward. Nach Verlause von ohngefahr fünf Jahren, war die Höhlung zu einem Sacke von so ansehnlicher Größe erweitert, daß er im Stande war, einige Unzen Flüssigkeit zu fassen. Dieser Sack hing eine ziemliche Strecke lang, hinter dem Schlunde hinab, und der Schlund hatte nothwendiger weise eine klappenartige Communication mit ihm.
In dem Verhältnisse, wie sich der Sack erweiterte, ward diese klappenartige Communication immer vollkomm- uer, bis endlich jede Art von Speisen in diesem Sacke stockte, und in den Schlund nicht übergehen konnte. Auf diese Art ging die Person zu Grunde. Das untere Ende des Schlundkopfs, ist vielleicht der einzige Theil des Kanals, an dem sich ein solcher Zufall zeigen kann. Der Schlundkopf zieht sich nicht gradweise so zusammen, daß er sich unmerklich in den Schlund verliert: sondern er zieht sich vielmehr
Eine deutliche Abbildung dieses Stücks von mehrern Seiten, findet sich in dem unten angeführten drittenBande der
Medical obfervations and inquiries, welche in der AlteUbUk-
ger Uebersetzung gut nachgestochen ist.
E-nen völlig gleichen Fall, sah Marx nach den Gotting- schen gelehrten Anzeigen 1783, im achten Stücke.