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Fünftes Kapitel.

VI. Man sah ein andres Geschwür des Schlun­des, welches vorwärts sich in die durchgefressene Luftröhre öffnete. * 17 )

VII. Man fand den Schlund unter dem Schlund- Kopfe sehr erweitert, über dem Magen verengt, und ungleich. 118 )

VIII. Man sah den Schlund an einer Stelle ver­knöchert. II9 )

Die absteigende Aorta.

Schwerlich findet sich irgend eine andere Krankheit an der absteigenden Aorta innerhalb der hintern Brustscheide­wand, als ihre kranklicheAusdehnung zu einer Geschwulst 120 ) (Aneuryfma). Diese Geschwulst der Aorta besteht in einer ansehnlichen Erweiterung über ihre natürliche Große, wo- bey ihre Haute unregelmäßig verdickt werden, und sich weit leichter schichtweise trennen lassen. Sehr häufig werden auch zwischen der innern und äußern Haut, kleine dünne Scheibchen von Knochenmaterie abgesetzt. Diese kränk­liche Erscheinung habe ich vorhin umständlicher geschildert. Selten wird dieser Theil der Aorta aneurysmatisch, außer, wenn eine allgemeine Neigung zu solchen Geschwülsten sich im Arteriensysteme findet. 12 x )

117) Eduard Sandisort im Mufeo anatomico Academiae Lugd. Batav. Tab. cvi. Fig. 3. bildet eine« solchen Fall ab.

11$) Siehe E. Sandifort Mufeum anatoni. Acadenx. Lugd. Batav. Tab. CVI. Fig. 4.

11$) Metzger Adverf. medic. pag. 175. Uttd Abraham sott

in Meckel's neuem Archiv. Band i.Artikel 16.

120) Ich habe schon oben im zweyten Kapitel die vortreffliche Waltersche Abbildung von der Ausdehnung der abstei­genden Aorte angesührt.

irr) In Walters Fall war ohne Zweifel die Ursache dieser traurigen unheilbaren Krankheit, die abscheulich barbari­sche so genannte Strafe des Fuchtelns.