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Polyp oder geronnenes Blut.
Kreislauf noch eine Zeitlang, wiewohl sehr unvollkommen, fortfahre. Wir haben jedoch keinen allgemeinen Beweis, daß sich Blutgerinnungen, beym ordentlichen Kreisläufe erzeugen, wo die zu diesem Geschäfte erforderlichen Theile ihre gesunde Beschaffenheit haben. Untersucht man Poly? pen, so zeigen sie durch ihre ganze Substanz eine solche Beschaffenheit, daß man sieht, daß das ganze geronnene Stück sich auf einmal bildete. Diese beyden Umstande scheinen sehr nachdrücklich der Meynung zn widersprechen, daß Polypen wahrend dem Leben erzeugt werden. »Werden Polypen erzeugt, so glaube ich, daß die Gerinnung deS Bluts nicht sehr schnell nach dem Tode, erfolgt; sie haben keine rothe Blutkügelchen beygemischt, folglich wahrte die Gerinnung lang genug, um den Kügelchen zu gestatten, sich ihrer größer« specifischen Schwere wegen von den andern Theilen abzusondern.
Die gewöhnlichen Blutgerinnungen, welche gemeiniglich dieHbhlen des Herzens nicht sehr anfüllen, (wie wohl doch auch Fälle dieser Art Vorkommen), erfolgen ziemlich schnell nach dem Tode, weil die rochen Blutkügelchen gemeiniglich in dem geronnenen Stück aufgehalten werden. Es ist bemerkenswerth, daß bisweilen ein Theil des geronnenen Bluts in einer Kammer von gelber Farbe und einem so öhli- gen Ansehen ist, daß er genau wie Fftt. gussieht. 2 8 ) Dem- ungeachtet ist doch kein Oehl beygemischt, und er besitzt alle Eigenschaften der gerinnbaren Lymphe. Die Farbe des geronnenen Stücks kommt bisweilen von einer Portion Galle, die dem Blute im Leben beygemischt war, z. B. in der Gelbsucht; allein sie findet auch statt, wo man keinen Grund hat zu vermuthen, daß Galle dem Blut beygemischt fey. Diese Erscheinungen hangen wahrscheinlich von ge-
sr) Gerade das nämliche fettartige Ansehen sah ich auch nicht nur in den so genannten Polypen im Herzen und den großen Blutgefäßen, besonders in wassersüchtigen Personen, sondern auch auf dem Kuchen des von einem Lebenden iu lassenen Blutes.