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Zweytes Kapitel.
wissen Umstanden bey der Gerinnung ab; welche es aber sind, laßt sich sehr schwer bestimmen.
Es geschieht bisweilen,doch wie ich glaube, sehr selten, daß das Herz aneurysmatisch wird. Diese Krankheit besteht darin», daß ein Theil desselben in einen Sack ausgedehnt wird, welcher gemeiniglich mit mehr oder weniger geronnenem Blut angefüllt ist. Von dieser Krankheit sah ich nur ein Beyspiel. Die Spitze der linken Kammer war in einen Sack ausgedehnt, der weit genug war, um eine kleine Citrone aufzunehmen, ^?) sie war dünner als bey gesundem Baue, und mit einer dicken, weißen, undurchsichtige» Haut überzogen; es zeigte sich hier kaum etwas weniges geronnenes Blut. Doch hangt die Menge des geronnenen Bluts gemeiniglich von der Größe des Sacks ab.
Wahrscheinlich war diese Krankheit Folge einer größer» Schwache der Muskelsubstanz an der Spitze der Herzkammer, als an irgend einem andern Theile, so, daß wenn sich die Kammer über dem Blute zusammen zog, es gegen die'fetr schwacher» Theil getrieben wurde, der nicht hinreichende Kraft besaß, seinem Andrange zu widerstehen, folglich allmahlig enMteos wurde. Wäre die Starke der Spitze der linken Kammer in gehörigem Verhaltniß zur Starke der übrigen Theile gewesen, so konnte unmöglich diese aneü- rysmatiDe GefchMÜst entstehen.
Der^ häufigste Sitz derArterieugeschwulst in derHöhlp des Thörar ist äm Bogen der Aorta. In dieserKrank-
29) Einen pMommen gleichen Fall hat I. G. Walter
vergleichli'ch in natürlicher Größe am angeführten Orke lab. IV. bbb abbildenllassen i- <ct macht dabey die Bemerkung, daß das Herz sich in.diesem Falle nicht Volk kommen ausleeren könnte,' sind so wohl'die Beangstigum gen als das Herzklopfen erregte, worüber der fünfzigjährige Mann lange Zeit geklagt hatte. . - > •. .. ...
30) Ueher das Aneurysma verdient die.Sammlmrg yon. klassi, schen Schriftstellern, die Th. Lauth zusammen drucken ließ, vorzüglich bemerkt zu werden; nämlich: Scnptore«
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