Wassersucht des Herzbeutels.' 7
gelbliche Farbe wie das Blutwaffer, ohne daß man Grnnd hat zu behaupten, daß Galle mit dem Blute zirkulirte.
Die Ansammlung vom Wasser im Herzbeutel kann zwey Ursachen haben.
Eine Ursache ist, daß die kleinen ansdünstenden Gefaßtheit, die der inner» Oberfläche des Herzbeutels gehören, eine ungewöhnliche Menge von Flüssigkeit in seine Höhle absetzen, welche nicht in dem nämlichen Verhaltniß durch seine Saugadern wieder ausgenommen wird: die andere Ursache ist, daß diese Flüßigkeit in gewöhnlicher Menge abgesetzt, aber durch eine mangelhafte Wirkung seiner Saugadern in dem natürlichen Verhaltniß nicht wieder ausgenommen wird.
Einmal sah ich zwey bis drey, in der Höhle des Herzbeutels gewachsene scrofulöse Geschwülste, von denen die eine säst die Größe einer welschen Nuß hatte. Sie bestanden aus einer weichen, weißen Materie, die Milchmatten oder neuem Käse glich. Es ist sehr ungewöbulich, daß der Herzbeutel von den Scrofeln angegriffen wi/d, folglich mußte dieß eine sehr seltene Erscheinung von Krankheit seyn. Vermnthlich war der Fortgang dieser Geschwülste, wie der Scrofeln überhaupt, langsam, auch konnte diese Krankheit im Leben nicht errathen werden.
Iweymal fand ich (so wie einer der glaubwürdigsten Zergliederer*) öfter), den Herzbeutel so verändert, daß er einer etwas getrockneten Ochsenharnblase, oder einem schon eine Zeitlang der Luft ausgesetzt gewesenen Herzbeu- tel glich. Da Brust und Bauch in beyden Fallen unverletzt, und nicht im mindesten vorher geöffnet waren, so konnte diese Wirkung nicht von Verdünstung kommen; könnte dieß Statt finden, so würde diese Erscheinung bey Leichenöffnungen sehr gewöhnlich seyn, und die inner» Thcile würden überhaupt durch den Einfluß der nämlichen Ursache angegriffen werden. Sie muß also für die Wirkung eines
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*) H. Hunter.