et

* *

der

er­

geht

dem

ver-

am

Fij.i.

mit

Verwachsungen des Herzbeutels mit dem Herzen. 5

Membran, oder aus einer solidem Materie. Ist sie nur eine dünne Membran, so ähnelt sie sehr dem gemeinen Zellstoff des Körpers, ist die Materie hingegen solide, so ist sie nur wenig von der coagulablen Lymphe des Bluts ver­schieden. Die Verwachsung sey nun von der einen oder der andern Art, so lassen sich in beyden Fällen Blutgefäße durch Einsprützung zeigen. Auch ist die Verwachsung in beyden Fällen von der vorhin beschriebenen breyigen Mem­bran gebildet; denn mehr als einmal hatte ich Gelegenheit, ihre gradweise Verwandlung zu bemerken. Solche Ver­wachsungen müssen als die Folge von vorhergegangener Entzündung betrachtet werden, und zeigen, daß man eine Entzündung des Herzbeutels überleben kann. Sie ver­binden verschiedentlich, entweder lockerer oder fester, den Herzbeutel mit der Oberfläche des Herzens; wahrscheinlich war, im Fall einer straffem Verbindung, die Entzündung nicht so alt, als im Fall einer schlaffem Verbindung, so daß die Zeit hinreichte, um die Verwachsungen durch die Bewegung des Herzens zu verlängern. Es ist merkwür­dig, daß das Herz, bey der Verwachsung mit seinem Beutel, so heftig schlägt, 9 ) daß es unmöglich ist, sie von einer Arteriengeschwulst zu unterscheiden.

ren, wo sich eilf Pfund Eiter in der linken Brusthöhle ange­sammelt, und das Herz rechts hinüber gedrückt hatten, so daß wahrscheinlich aus dieser Ursache der Herzbeutel fester, als gewöhnlich ans Herz gedrückt wurde, und eben deswe­gen endlich überall mit ihm verwachsen mußte.

Dieses künstlich ausgesprützte schöne Stück, befindet sich in Weingeiste aufgehoben zu Wien in der vortrefflichen Sammlung pathologischer Stücke, die der chirurgisch- medi- cinischen Militairacademie gehört. Man sehe hierüber

nach Haller de corporis humani fabrica libr. IV. fe&ion. I.

§ XXII. der viele Fälle anfährt; und Po/i/programma de pericardio cordi adhaerente ejusque motum turbante. Lipfiae - 775 -

Ferner beobachteten Selle in seinen Beytragen, und Sandifort in den Obfervationibus anatomico pathologicis Libr. I. Seite 9, und Lib. IV. Seite 109, und in seinen Exercitationibus libr. II. Seite 66, ein gleiches.

5) Aus eben dieser Ursache ist wahrscheinlich auch das Herz in dem Falle erweitert gewesen, den ich von der gänzlichen Ver­wachsung des Herzbeutels mit dem Herzen beobachtete.

A Z