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Erstes Kapitel.

Flüssigkeit kommt in ihren Eigenschaften mit demBlutwassee überein, und wird gemeiniglich für Blutwasser gehalten. Wahrscheinlich wird sie zum Theil von der gerinnbaren Lymphe abgesondert, indem sie eine dichte Lage auf der Innenseite des Herzbeutels bildet, welche der von selbst er­folgenden Trennung der verschiedenen Theile des Bluts nach dem Aderlässen gleicht; allein ich sollte glauben, daß sie nicht gänzlich auf diese Art sich ansammelt, weil sie sich oft in sehr großem Verbaltniß zur Menge der gerinnbaren Lymphe findet. Die Entzündung des Herzbeutels geht bisweilen in Eiterung über; doch ist dieß selten; in dem Beyspiele, das ich davon sah, war der Herzbeutel sehr ver­dickt, entzündet, und mit gerinnbarer Lymphe überzogen; doch fanden sich nirgends an ihm Zeichen eines Geschwü­res. Dieser lezte ilmstand wird noch besonders betrachtet werden, wenn wir von den kränklichen Erscheinungen am Brustfelle sprechen. Der Herzbeutel enthielt in diesem Falle mehr als vier Pfunds (ein Quart) von gemeinem Eiter. Ist der Theil des Herzbeutels entzündet, welcher das Herz überzieht, so ist bey dieser Gelegenheit die Müskelsubstanz des Herzens bis auf eine gewisse Tiefe entzündet.

Verwachsungen des Herzbeutels mit dem Herzen.

Verwachsungen des Herzbeutels mit dem Herzen findet man nicht selten bey Oeffnungen von Leichnamen.

Diese Verwachsung ist bald nur an verschiedenen Stel­len^) bemerklich, bald erstreckt sie sich übet die ganze Oberfläche. 8 ) Sie besteht entweder aus einer dünnen

nen nur den feinem Theil des abgesetzten Wassers einzu­nehmen gestattet., Hiemit wird aber nicht alle Unreinigkeit der Seeretion gelaugnet.

7) Unvergleichlich sind diese langzipfeligen Verwachsungen ab- gebildet, von Walter am angeführten Orte leb. iV.Fig. 1.

S) Diesen Fall von gänzlicher Verwachsung des Herzens mit demHortbeutel sah ich in einem Menschen von sechszehnIah-