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ERKLAERUNG
DER
ZWEITEN TAFEL.
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l~)iese Tafel dient im Allgemeinen, zur Erläuterung der Beschaffenheit der Augenlieder.
Insbesondere aber dient sie zur Darstellung der Augenbraunen, der Augenwimpern, des Muskels, der die Augenlieder schliefst, der Nerven, Arterien und Venen der Augenlieder, und der Organe, wodurch die Tliränen sowohl abgesondert, als nach der Absonderung und verrichtetem Dienste , von den Augenliedern weggeleitet werden.
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Muskel der die Augenlieder zusammenzieht, oder Schliefser der Augenlieder der linken Seite, aus einem erwachsenen Manne.
Dieser den Augapfel schützende, und zur Reinigung und Klarheit der Hornhaut helfende Muskel, hat wie man hier sieht, einen so ansehnlichen Umfang, dafs er sich weit über die Ränder der knöchernen Augenhöhle hin erstreckt.
Die Richtung seiner Fasern ist überhaupt elliptisch. Die Fasern, die um den innern Augenwinkel liegen, und am Bande der Augenlieder haften, sind dichter, oder gehäufter, aber im Ganzen schmäler als die Fasern, die um den äufsern Winkel liegen, welche dünner und zarter, dafür aber breiter erscheinen.
Man erkennt aus dieser Lage seiner Fasern, dafs seine Wirkung oder Zusammenziehung in keinem beträchtlichen Grade eintreten kann, ohne oberhalb die Haut der Stirne, unterhalb die Haut der Wange zugleich mit anzuspannen.
Durch diesen Muskel werden offenbar die Augenlieder zusammengeschoben, und der Augapfel bedeckt oder verhüllt, indem sich seine Fasern auf die Art wie hier sinnlich vorgestellt wird, kräuselnd verkürzen.
Da gewöhnlich dieser Muskel, als ziemlich flach aussehend abgebildet wird, so habe ich dafür gesorgt, dafs hier, durch gehörige Schattirung, die ihm eigene Form deutlich ausgedruckt würde: daher lehrt auch der flüchtigste Anblick dieser Figur, dafs er sich nicht nur dem Augapfel, sondern auch der Knochenhöble anschmiegt,
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