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a. b. Geschlossene Spalte der Augenlieder. a. Innerer Winkel der Spalte.
b. Aeufserer Winkel.
c. Sehniges Band, welches die Augenlieder im Innern Winkel zusammenhält,
und an den Nasenfortsatz des Oberkiefers festheftet.
d. Stärkste Faserbündel dieses Muskels, die, oberhalb, am Stirnbein, gleich über
dem Thränenbein, und am Nasenfortsatz des Oberkiefers haften.
e. f. Faserbündel, die sich mit dem Augenbraunrunzler und Stirnmuskel vermischen.
g. Dünnere Faserbündel, die dem oberen Augenliede angehören.
h. Etwas stärkere Fasern, die unterhalb am Bande der Augenlieder und Nasen
fortsatz des Oberkiefers haften.
i. Fasern, die gegen die Nase hinabstreichen.
k. D ünne Fasern, die dem unteren Augenliede gehören, und welche mit denen, die dem oberen Augenliede gehören, um den äufseren Winkel der Augenspalte unter spitzen Winkeln verflochten oder vermischt liegen. l.m. Dünneste Fasern, die gegen die Schläfe hin liegen.
n. 7 i. Fasern, die gegen die Wange hinabstreichen.
o. o. Aeufserste Fasern, die am entferntesten, wie abgesondert oder zerstreut liegen.
p. p. Dichte Fasern, die zunächst um die Spalte liegen und von Albinus für einen
eigenen Muskel angesetzt, und Museulus ciliaris genannt worden.
Eine vollständige Beschreibung dieses Muskels habe ich im 114. §. meiner Muskellehre geliefert.
Zweite Figur.
Nerven der Augenlieder aus einem achtzehnjährigen, schwindsüchtig-gestorbenen Jüngling, von der rechten Seite.
Diese durchaus neue Abbildung der Nerven zeigt aufs anschaulichste, dafs die Nerven der Augenlieder, vorzüglich zum ersten und zweyten Aste des fünften Paares gehören; dafs die Nerven des oberen Augenliedes dem Stirnnerven oder dem ersten Aste, die Nerven des unteren Augenliedes dem Unteraugenhöhlnerven, oder dem zweyten Aste gehören, und dafs die Hauptbündelchen dieser Nerven fast in regel- mäfsigen Zwischenräumen von einander liegen.
Ohngeachtet ich michs alle Mühe kosten liefs, so viele Fädchen als ich nur vermochte, mit dem Messer zu schonen, und ohngeachtet mich die grofse Geschicklichkeit meines Zeichners und Kupferstechers wirklich in den Stand setzte, weit mehr Nervenfädchen, als meine Vorgänger abbildeten, darzustellen; so mufs ich