*99

eine Naht als Fortsetzung der Spalte des Augenhöh­lencanals. Nach innen zu bildet sie die Hälfte des herzförmigen Eingangs zur Nasenhöhle mit einem scharfen, vorwärts in einen Stachel auslaufenden Rande. Nach oben zu endigt sie sich in den zwischen dem Thränen - und Nasenbeine lie­genden Nasenfortsatz 9 ), der schwach ausgehöhlt ist, und außer Aderspuren und Aderlöchern, durch einen runden, oder eckigen, oder selbst unterhalb umgeleg­ten Rand, den bald kleinern, bald größern, nur selten ihm allein eignen Antheil zur Bildung der Aushöhlung für den Thranensack verrath. Die Form, Größe und Dicke dieses Nasenfortsatzes ist ungemein verschieden.

§. 163.

Die Obere oder Augenhöchlflache (kla- num orbitale ) ist einigermaßen dreyeckig, und ver­lauft sich nach unten und außen in den theils zacki­gen, theils vertieften und gewundenen, mit dem Wangenbeine sich verbindenden Iochfortsatz. Ober­halb zeigt sie eine nach außen gebogene Furche, die sich in einen nach innen zu aufgespaltenen, etwas

9) Nicht selten ist derTheil desOberkiefers, der den Thra- nencanal bilden hilft, ein besonderes Knochenstück, das nur durch xine Harmonie an den Oberkiefer paßt.

I. Ch. Nosenmüller besitzt fünf solche. §. 48.

srMnorum lacrymaKum cl$*criptio anat. Lips. 1797.