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Man erkennt also in dieser Uebersicht:

1) Welche Knorpel früher, und welche später in Knochen übergehen; diejenigen Knochen nämlich, die beym neugebohrnen Kinde am größesten angelegt wa­ren, werden auch eher fertig, am frühesten also der Kopf, nach diesem der Rumpf, nach diesem Hände und Füße, dann die Reste der oberen und unteren Glied­maßen.

2) Welche Knochen mit einem, welche mit meh­reren Kernen anfangen.

Z) Welche Knochen noch ganz und welche nur zum Theil knorpelig sind, wenn das Kind zur Welt kömmt.

4) Welche Knochen in der Mannbarkeit vollkom­men, und welche am wenigsten vollendet sind.

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Man unterscheidet bey den langen Knochen, ehe sie vollendet, das ist, zu einem Stücke vereiniget werden, das Mitrelstück (Hauptstück oder den Körper Diaphpse) von den Endstücken (Anwüchsen, An­sätzen oder Epiphysen), deren einige durchgehends, wenn sie mit dem übrigen Knochen oder dem Körper vereinigt sind, Fortsätze (Apophysen) heißen 3 .

3) Henslng. Diss. <3e Apophysibus in Halleri Selectn, Disp. anat. Tom. 6. Die Emtheilung in Apophy- sis vera, d. i. ein Fortsatz, der nie ein EnLstückchen war,