sie nicht dünner als eine halbe Linie sind, lockerer erscheinen.
Die langen Knochen sind nach außen zu gradweise dichter und fester, nach innen zu hingegen in der Mitte blätterig 3 , drauf lockerer, und endlich hohl, gegen die Enden zu inwendig netzförmig, in den Enden selbst aber schwammig 4 . Wenn daher ein langer Knochen auswendig, an beiden Enden, auch auffallend dicker, als in der Mitte erscheint, so ist er deshalb doch nicht an den Enden stärker, in der Mitte schwächer, sondern was ihm in der Mitte an Dicke oder Umfang abgeht, gewinnt er dafür an Dichtigkeit oder Festigkeit der Substanz; und was ihm umgekehrt an den Enden an Dichtigkeit abgeht, gewinnt er dafür an Dicke oder Umfang.
3) Trefflich abqebildet, auch nach einer Vergrößerung von
Reichel Diss. de ossium ortu et structura Lips. 1760. 4. nachgestochen in Zandikort Thesaurus Diss. Vol. 2. — Wegen dieser blätterigen Struktur ist auch ein Queerbruch des Knochens unmöglich, s. Camper in den neuen Versuchen aus der Arzneykunst, aus dem Englischen, z. Band S. 509. — Gagliardi's Beschreibung, und lab. 4. %. 1. ist zu künstlich.
Ant. Scarpa de penitiore ossium structura. Dips.
1799. handelt hievon am gründlichsten.
4) Gagliardi Anatome ossium. Rom. 1689- 8- oder Leid. I72Z. Tab. Z. am sorgfältigsten abgebildet bey B o e hm e r Institut. osteologicae Tab. Z. flg. I. denn Albinus Tab. 6. im Lib. 4. der Annot. acad. könnte doch feiner seyn.