IX

Den großen Nutzen übrigens, den die Verfol­gung der Geschichte von derKenntniß eines Theiles leistet, sehe ich gar wohl ein, so wie ich auch das Vergnügen kenne, welches die Ueberstcht davon ge­währt: allein sie schien mir von einem Handbuche, worin man blos die ausgemachten Resultate vor­trägt, abgesondert werden zu müssen; weil, sie voll­ständig zu geben, gar zu viel Zeit und Raum weg- nehmen, und doch den wenigsten, für die ich eigent­lich schreibe, wichtig genug scheinen würde.

Ohnmöglich war's freylich, so sehr ich auch die Möglichkeit wünschte, alles in einem Handbuche so umständlich auszuführen, daß dadurch, wenigstens für einen großen Theil Verweser, meine meisten Vor­gänger entbehrlich würden; besonders, weil ich itzt picht Abbildungen mit den Beschreibungen vereini­gen konnte.

Mit strenger Auswahl sind daher blos ditz besten Schriften und Abbildungen angeführt. Schriften oder Abbildungen, die sich blos durch Alterthum oder Seltenheit, oder sonst etwas, außer innerer Vortrefflichkeit, auszeichnen, sind gänz­lich übergangen. So erwähne ich der für ihre Zei­ten nicht genug zu lobenden Abbildungen eines Ves falius und Eustachius nicht, weil sie doch schlechterdings nichts enthalten, was nicht, ohne allen Vergleich trefflicher, Santorini, Al bi- nus, Haller, Walter, und andere darstellten.