3
Al
§■ 3 -
Hr. Geh. Hofr. Gmelin, Director dieses Naturalien-Cabinets Sr. königl. Hoheit, hatte die ungemeine Gefälligkeit, da dieses merkwürdige Petrcfact sich nicht in der Mörsburger Sammlung fand, mir dafür ein noch merkwürdigeres Stück, welches er schon im Jahre 1784 in der Sammlung der verewigten Gemahlin des hochsei. Grofs - Herzogs Carl Friedrich fand, zu übersenden, welches ich gegenwärtig meinen hochgeehrtesten Herren Collcgen vorzeige, um mir über die Richtigkeit meiner Ansichten ihr gewichtiges Urtheil auszubitten.
5 - 4 -
Diese 1 Fufs 2 Zoll lange und meist 4 Zoll breite Steinplatte gleicht, wie wir hier vor uns sehen, ihrer Farbe, ihrer Härte, ihrem schiefrigen Gefüge und ihrer übrigen Beschaffenheit nach, aufs vollkommenste der Steinplatte, auf welcher die ferner unverwüstlichen Reste unseres Ornithocephalus haften, so dafs es wohl keinem Zweifel unterworfen seyn möchte, dafs beyde aus der nämlichen Eich- städtschen Gegend des Königreichs Baiern kamen.
$■ 5.
Die Rückseite dieser Steinplatte enthält mehrere Spuren von Asterien, welche in unzähliger Menge auch in den Solenhofer Kallt- schiefern Vorkommen, der dermaligen Asteria ophiura einigermafsen gleichen, und unter Andern von Bayer ®) f Rösel und
Knorr ***) trefflich abgebildet werden.
* 2 5 - 6 .
*) Jo. Jac. Bayer Oryctographia Norica cum supplementis 1780 edita, recusa No- rimbergae 1738. Tab. VIII. fig. 4* fol. Mehrere Abbildungen enthalten Ebendesselben Monumenta rerum pctrificatarum praecipua, Oryctographiac Norieae Supplement! loco jungenda. Norimb. 1787. fol. Tab. VII. fig, 2. 3. 4* 5* 6*
**) Insehten-Belustigungen. Dritter Theil. Nürnb. »755, Historia poljporum Tab.XC. fig. 1. 2. 3. 4.
***) G. W. Knorr Sammlung von Merhwürdiglieitcn der Natur und Alterthümer des Erdbodens’, welche petrificirte Körper enthalt. Nürnb, 1755. Auch von Houttuyn holländisch übersetzt*