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1) In beyden Ornithocephalis bildet der Kopf gröfsere Au­genhöhlen , worauf man wohl mit Cu vier auf ihre grofse Augen, und dafs sie animalia nocturna gewesen, schließen dürfte.

2) In beyden ist der Hals länger.

3) In beyden sind die Untergliedmafsen sowohl im, Ganzen als in ihren besondern Theilen nicht nur merklich länger und stär­ker, sondern auch offenbar vierzehig.

4) In beyden sind die oberen Gliedmafsen nicht nur im Ganzen, sondern auch in ihren sämmtlichen einzelnen Knochen merklich kürzer, dafür aber durchaus dicker und stärker als bey allen bis jetzt bekannten Fledermausarten, und ganz offenbar nur vier-, nicht fünfftngerig. In beyden ist der Vorderarm kürzer als der Oberarm, bey Fledermäusen dagegen umgekehrt länger.

Ara meisten nähert sich dieser Beschaffenheit der Finger, der Pteropus marginatus (La Roussette ä oreilles bordees) aus Ben­galen *), weniger schon der Pteropus amplexicaudatus aus Timor.

Bey beyden besafs somit der einzige lange Finger die Stärke und Mächtigkeit von vier bey den Fledermäusen vereinzelten Fin­gern, oder ihr einziger Finger vermochte eben seiner Dicke wegen den Dienst von vier zusaramengenommenen dünnem Fingern oder Flugstangen zu leisten.

Diese vier vorzüglichsten Unterscheidungszeichen sind so wesentlich und so augenscheinlich, dafs man ferner keinen Anstand nehmen darf, aus diesen beyden Gerippen auf ein eigenes, von den Fledermäusen abzusonderndes, Thiergeschlecht der Vor weit zu schliefsen, und solches allenfalls in der natürlichen Ordnung in die Classe, welche die chiroptera oder alipeda begreift, zwischen das Geschlecht Galeopithecus und Pteropus einzureihen.

§. 2c.

*) Gcoffroy St. Hilaire in den Annales du Museum dHist. nat. ä Paris 1810.

Tome i 5 .