18

Zahn vom Tapir.

5 - 19 -

Dafs gegenwärtiges Stück Tab. II. Fig. 5.6. wirklich ein und der­selbe Zahn ist, welchen man im Jahre 1773 bey der kleinen Stadt Fürth *) in Niederbaiern in einer Sandgrube fand, und welchen Kennedy im $. VII beschrieb, auch in der sechsten Figur abbildete, wird durch die darauf befindlichen Buchstaben und Ziffern welche mit denen im Verzeichnisse genau Zusammentreffen, unwiderleglich be­wiesen, allwo es noch heifst: ,,Ein gegrabener, sehr beschädigter, dem obigen sehr ähnlicher Backenzahn eines unbekannten Thiers ,,wurde bey der Stadt Fürth in Niederbaiern im Jahre i775 aus einer Sandgrube ausgegraben. Er hat eine schöne Glasur, ist weisgrau, hin und wieder blaulicht gefleckt. Man lese auch über diesen Zahn Hrn. Dr. Kennedys Abhandlung nach/*

Aufserdem wäre es bey der Unvollkommenheit der Abbil­dung in jener sechsten Figur zu erralhcn wohl ganz unmöglich ge­wesen.

Allein wie höchst merkwürdig erscheint dieser Zahn, weil er demjenigen Zahne auffallend gleicht, welchen Cu vier für den Zahn eines untergegangenenRiesentapirs (Tapir gigantesque') erklärt, und sowohl Tab. II. Fig. 6. in natürlicher ganzer Gröfse, als PI. V. Fig. 2 etwas verkleinert darstellt.

Denn erstens sind an sich solche fossile Tapirzähne nicht nur so selten, dafs selbst Herr Cu vier nur vier Orte bis jetzt kannte (nämlich Vienne en Dauphine, St. Lary en Comminge, Gre­noble

! ) Nicht Fürth bey Nürnberg,