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fernt es für ein gegrabenes Helfenbein zu Balten, dafs er es viel- mehr für eine grofse versteinerte Pratze eines Pavians ansieht, und mit selbigem in seinem Text grofses Aufsehen macht. Man bc- liebe die mehrentheils vollständigen, theils unvollständigen Elephan- ten-Backzähne unsers Naturalienkabinets hiemit zu vergleichen, und entscheide dann, oder für eine Pavianspratze mit Kundmann, oder für ein Stück eines Elephantenzahns. 44 Somit war dieser Irr­thum auch hier zu München abgethan.

Um sich jedoch einen Begriff von der Möglichkeit einer sol­chen Täuschung zu machen, betrachte man diese Rudimente der Backzähne des von mir zu Cassel zergliederten Ceylonischen Ele- phanten, in welchen wohl mancher eine entfernte Aehnlichkeit mit einem Affenfüfschen finden dürfte, zumal wenn man ihnen durch täu« sehende Künsteleyen noch nachhülfe.

$ Q.

Ich kann nicht umhin, bey dieser Gelegenheit, zu den im Morgenblatte *) befindlichen Nachrichten: ,,Ueber die Aus­grabung fossiler Knochen bey Canstatt, zu Hrn. Mem- iningers**) und Hrn. L. A. von Jägers ***) Bemerkungen, so wie zu den bereits von Hrn. G.R. von Leonhard uns darüber mitge- theilten, nach eigenem Besuche der dortigen Gegend entnommenen Ansichten, noch folgendes beyzutragen:

Er«

*) Jahrgang 1816. Nr. 279* 280 und 281«

**) Würtembergisches Jahrbuch j herausgegeben von 3VI. J. D, G. Memminger. Erster Jahrgang, Stuttgart und Tübingen 1818. Seite 64. mit einer Abbildung des Elephantenzähne enthaltenden Bloches, welcher wohl eine anständigere Auf­bewahrung verdiente, als diejenige, worin ich ihn im Julius 1818 sah.

**) Bemerkungen über das Yorhommen der fossilen Knochen in der Gegend von. Stuttgard und Canstatt in Gilbert» Annalen der Physih, 28. Band 1818 Stüch 2. S, 122. - - w