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Erstens nämlich lege ich vor, eine mir vom Hrn. Staatsrath von Kielmeyer gefälligst überschickte, an Ort und Stelle gefertigte Original-Abbildung, welche den im October 1816 von Can- statt nach Stuttgardt gebrachten grofsen Block von einer andern Seite als in Hrn. Memminger’s Abbildung angesehen versinnlicht. Man erkennt die sonderbare Art, auf welche sich dreyzehn Stofszähne nebst einigen Backzähnen von theils gröfsern, theils kleinern Elephanten neben, unter, über und durch einander zusammengehäuft befinden.
' §. 10 .
Dafs man bey diesen Nachgrabungen auch Hirsch- und Pferdezähne antraf, so wie, dafs sich in unserer akademischen Sammlung ebenfalls solcherThiere Knochen befinden, welche zu Can- statt, wahrscheinlich bey den sechsmonatlichen Ausgrabungen, entdeckt wurden , die vor mehr als hundert Jahren statt hatten, und worüber wir Spleifs’s Beschreibung*) besitzen, übergehe ich, als zu meinem Zwecke nicht gehörend.
Zweytens lege ich vor, aufser dem Bruchstücke_eines kleinen Stofszahnes, einen Backzahn, welcher zu Canstatt bey dieser letzten Ausgrabung gefunden ward, und zwar einen der best erhaltenen, den ich ebenfalls Hrn. von Kielmeyer’s Güte verdanke.
Die gebänderte Gestaltung der Mundoberfläche dieses Zahnes verräth auf den ersten Blick die Aehnlichkeit mit den Zähnen
asiati-
*) Oedipus osteolitbologicns, seu Dissertatio bistorico- pbysica de Cornibiis et os- sibus fossilibus Canstadiensibus opera Davidis Spleifs. Scapliusiae 1701. 4. Das wichtigste in dieser Schrift ist: Reisel’s aus zwey Blättern bestehende Rclatio de loco natali Cornuum et ossium fossilium Canstadiensium et specierum, quae ibidem huc usque sunt repertae.