über vorweltliche Thierreste.
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Umgegend von Orleans gefunden haben, finden sich auch in Deutschland. Unter mehreren fofsilen Resten, welche bei Friedrichsgemünd in der Gegend von Roth in Bayern gefunden wurden, besitze ich zwei Fragmente des Unterkiefers von besagter Art des Palaeotherium; jedes Fragment mit einem mittleren Backenzahn, welche vollkommen den Zähnen entsprechen, von denen Cu vier in seinen Re- cherches sur les ossemens fossilles, nouv. edt. T. III. pl. LXVII. in Fig. i5 Abbildung giebt, und die ihm von dem Mineralogen Bigot de Morogue in Orleans m.itgetheilt wurden. Sodann besitze ich zwei Unterkieferfragmente in einem Stück Kalk, von denen das eine zwei mittlere Backenzähne, ganz den vorigen ähnlich, und das andere den letzten Bak- kenzahn des Unterkiefers dieses Thieres enthält, welcher ganz das Aussehen von dem hat, den Cu- vier am angeführten Ort in der i4ten Fig. rechts abgebildet. Von dem Oberkiefer dieses Thiers besitze ich vier Backenzähne, von denen nur einer in einem Stück des Kiefers einsitzt; Cu vier (am a. O.) giebt in Fig. 11 eine Abbildung von der merkwürdigen Construction dieser Backenzähne des Oberkiefers.
Das Palae otherhum, das wir nicht mehr oder bis jetzt noch nicht lebend kennen, steht zwischen Rhinoceros und Tapir. Man unterscheidet ohngefähr ia Arten, von denen die meisten im Gypse bei- Paris Vorkommen, Ara meisten von den bei Paris vorkommenden Palaeotherien weichen jene ab, welche im Süfswasserkalk bei Montabusard in der Nähe von Orleans gefunden wurden, und