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H. v. Meyer

welche eher mit der Art Übereinkommen, die man bei Issel antraf. Die Hauptunterscheidungszeichen sind: bei den untern Backenzähnen der dicke Wulst an der Basis; die beiden Halbmonde verbinden sich auf der innern Seite der Krone zu einer doppelten Spitze, während diese Spitze bei den um Paris vor­kommenden Arten immer einfach ist; ferner ist bei dieser Art der dritte Lappen des hintersten Mahl­zahns vielmehr conisch als halbmondförmig. Für die obern Backenzähne besteht das characteristische dieser Art darin, dafs die vom äufsern nach dem innern Rande laufenden Querjoche sich nicht um­biegen, und am hintern Rande der Krone noch ein kleines isolirtes Querjoch zeigen.

Diese Kennzeichen sind an den Zähnen von Friedrichsgemünd sehr deutlich wahrzunehmen, und lassen daher keinen Zweifel mehr übrig, dafs diese Zähne zu der bei Orleans gefundenen Art des Pa- laeotherium gehören. Dieses Thier steht in seiner Gröfse zwischen dem Palaeotherium cras- sum und dem Palaeo therium medium.

Das Palaeotherium kommt bei Friedrichs­gemünd in einem Heli ci t enk a lk e vor, der mit Lehm überdeckt ist. Durch chemische Prüfung fand ich diesen Kalk bestehend aus Kohlensäure, Phosphorsäure, Kalk, Mangan, Eisen; der Mangan- gehalt ist beträchtlich.

Mtt dem Palaeotherium finden sich bei Frie­drichsgemünd noch Reste anderer Thiere. Ich be­sitze einen Backenzahn von Hippopotamus, einen von Rhinoceros, und zwei Zähne, deren nähere Bestimmung mir bis jetzt noch nicht gelungen ist.