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H. v. Meyer

lehrten über das relative Alter einer Felsart. Das Gebäude der Zoologie kann ohne die Petrefacten- kunde nicht mehr bestehen. Durch die Kenntnifs der vorvveltlichen Thierreste werden Lücken in dem System unseres gegenwärtig existirenden Thierrei­ches ausgefüllt; hie und da, wo man keine Lücke wahrnahm, wird gezeigt, dafs nicht nur Arten, son­dern sogar ganze Gattungen einzuschieben sind; und die mannigfaltigen, räthselhaften Thiere, welche in neuerer Zeit zur Kenntnifs kamen, berechtigen zum Schlufs: dafs vor dem Untergange der früheren Schöpfung das Thiersystem eine gerade auf- oder absteigende Linie bildete, und nicht aus den ge­trennten Theilen bestand, wie wir sie in unseren Büchern aufgeführt finden. Es gab Thiere, deren Kennzeichen nicht mit denen Übereinkommen, wel­che sie iähig machen würden , dem »inen- oder an­dern Theil unseres Thiersystems anzugehören, und mit allem Streiten über solche Thiere werden wir bei ihnen diese Kennzeichen nicht hervorrufen. Der Botaniker findet im Studium der vorweltlichen Pflan­zen ein zum gröfsten Theil unbekanntes Feld, wo­ran er seinen Forschergeist am meisten erproben kann. Yergl. auchKastners Hdb. d. Meteorol.I. i 5 o181.

Damit allmählig ein Ganzes werde aus dem zahlreichen Material zu einer Petrefactenkunde, so sollte Jeder, der dazu beitragen kann, nicht abste­hen, so wenig es auch sey, dieses zur öffentlichen Kunde zu bringen. Von dieser Ansicht geleitet, sey es mir erlaubt, folgendes mitzutheilen.

Reste von der Art des Pa lae oth e ri um, wel­che sich bis jetzt nur in wenigen Theilen in der