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Unsere Reste haben auch noch das Vorzügliche, dafs, indem sie zwey Schenkelbcine enthalten, dergleichen man noch nicht aus dem Petersberge erhielt, oder aufhob, sie nun offenbar beweisen, dafs dieses Thier kein Cetaceum, kein Fisch, sondern nur eine Eidechse gewesen seyn konnte.
Die Gestalt des Kopfes in unserm Reste hat so grofse Aehn- * lichkeit mit der eines Monitors und eine so ganz abweichende Bildung von den Köpfen der Getaceen, Fische, und selbst der Krokodile, dafs an Hrn. Adrian Gamper’s Deutung des Maestrichter Thieres auf eine Eidechsenart, welcher auch Hr. Cuvier seinen ganzen Beyfall giebt, sich nun ferner gar nicht mehr zweifeln läfst.
Da sich nirgends eine Spur von Nacken- oder Rückenschildern oder starken Schuppen zeigt, welche doch an meinem sehr viel kleinern Krokodil oder Gavial sich so häufig zeigen, so kann man auch auf kein Krokodil bey der Deutung rathen.
Dagegen befinden sich in der Nähe dieses eidechsenartigen Thieres, so wie bey/allen bis jetzt bekannten fossilen Krokodilen, Gavialen und Eidechsen, Ammoniten, wie unter andern auch die für die königl. Akademie der Wiss. gefertigte Abbildung des hie- her gehörenden Dresdner Petrefacts beweist.
Bemerke ns werth scheint die Plattdrückung, Zerknirschung, Verschiebung, und selbst die hin und wieder offenbare Zertrümmerung des Kopfes, welche gerade, so wie beym Crocodilus priscus, eine grofse äufsere Gewalt verrathen, die unser Thier entweder*im Leben oder als Gerippe erlitten haben mufste. Welche Kraft näm-< lieh gehörte nicht dazu, um den conischen Kopf nicht nur ganz platt zu drücken, sondern selbst Zähne auszubrechen und zu zersprengen, wie wir dies hier in der Natur vor uns sehen.
Dürfte