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Aus dem schon im ein und zwanzigsten und zwey und zwan­zigsten Paragraphen meiner Abhandlung über den Crocodilus priscus, so wie aus dem bisher Gesagten scheinen sich folgende Resultate zu ergeben:

Die grofse riesenartige Eidechse, deren Knochenreste man in dem St. Petersberge bey Maestricht und im Vicentinischcn bey Rozzo?"findet, hauste in der Vorwelt auch mitten in einer zum Kö­nigreiche Baiern gehörenden Gegend, und swar in der Nachbarschaft des Crocodilus priscus.

r. s

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Der Wohnort dieses Thiergeschlechtes nahm demnach eine von Holland durch Baiern bis ins Vicentinische hin ausgedehnte Strecke ein, so dafs unser Individuum gleichsam hier in der Mitte seine Station hatte. Folglich war sein Wohnort auf keinen so klei­nen Bezirk eingeschränkt, als es bis dahin *) scheinen mufste.

Meines Wissens sind diese Bruchstücke die ersten, die man in hiesigen Gegenden von demselben fand. Es wäre daher zu wün­schen, dafs jetzige oder künftige Besitzer ähnlicher Stücke durch gefällige Mittheilung ihrer Beobachtungen mittelst Abbildungen oder Abformungen an unsere königl. Akademie der Wissenschaften die noch immer grofsen Lücken in der Kenntnifs dieses untergegange-» nen Thieres ausfüllten.

Vergleicht man die Gröfse der aus dem Petersberge und dem Vicentinischen gekommenen Knochenreste dieses Thieres mit den unsrigen, so scheint sich zu ergeben, dafs unser Individuum noch sehr jung war, und kaum den vierten Theil seiner Gröfse, welche Cu vier auf 23 Fufs Länge schätzt, erreicht hatte.

Un-

*) On nen a decouvert, jusqu ici (1808J leg ossemens que dans un seul canton assez peu etendu.