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Weise weniger mangelhafte Stück selbst noch weit mehr zur Er- rathung der wahren Gestalt des Kopfes, dieses denn doch immer noch räthselhaften Thieres der Vorwelt beyträgt, als jenes mit Recht so berühmte und seiner Gröfse halber unschätzbare Bruchstück im Pariser Museum. Unter andern läfst sich der an jenem Bruchstücke mangelnde Stirn-Theil und Schnauzen- (Oberkiefer) Theil, so wie der Augenhöhlenrand und Jochbogen nach unserem Stücke trefflich ersetzen. Auch enthalten unsere Bruchstücke bis siebenzelm Zähne im Oberkiefer, wenn jenes nur neun enthält.
Wirklich ist die Aehnlichkeit der Totalform unseres Stückes mit der Totalform des gedachten vorzüglichsten Stückes so grofs, dafs, wenn wir gegenwärtiges Stück auf die prächtigste von jenen zehn Abbildungen auf die Ein und Fünfzigste Tafel bey Faujas St. Fond legen, es solche gewissermafsen, in geometrischem Sinne, deckt. Eben diese vollkommene Aehnlichkeit in den Umrissen bey- der Stücke lehrt zugleich unwidersprechlich, dafs unser Thier noch sehr jung war, und kaum den vierten Theil seiner Gröfse erreicht hatte, weil diese herrliche Tafel von Faujas um Dreyviertel kleiner das Original darstellt, und durch unser Original, oder dessen hier vorliegende genaue Abbildung, wie schon bemerkt worden, ziemlich genau gedeckt wird.
Auch sind unsere übrigen fossilen Bruchstücke noch deswegen besonders wichtig, weil sie von den Beckenknochen und Schenkelbeinen denn doch einiges mit Gewifsheit zeigen, was bis jetzt, so viel mir erinnerlich ist, gänzlich unbekannt war. Selbst Hr. Cu vier, der bey weitem den gröfsten Vorrath von den Knochen des Maestrichter Thieres besitzt, schrieb noch im Jahre I8°8> dafs man von den Füfsen desselben fast gar keinen Theil erhalten habe *).
Aus
*) ,,L’om n’en a pas pres<jue recuelli aucune partie“ a. a. O. Seite 173.