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bcn, wie sehr gewöhnlich geschieht, daß Glaser gebe, die ein noch völlig gesnndes Gesicht zu cvnserviren dienen. Brillen sind Krücken, und Aonservir- krücken für gesunde Beine giebt es nicht und braucht man nicht. Je eher man dazu thut, desto besser. Jeder Aufschub verschlimmert die Sache. Adams führt einen Fall an, da eine Dame aus falscher Schaam den Ge­brauch der Brillen so lange aufschob, daß man ihr am Ende nur noch mit Glasern von solcher Dicke und Brenn­weite, dergleichen man am Staar ope- - rirten Personen zu geben pflegt, eine leidliche Hülfe verschaffen konnte; da hingegen Personen, die bei Zeiten Gläser von großen Brennweiten ge­brauchten, öfters im Stande gewe­sen sind, ihre Brillen bei Seite zu legen und mit den blosen Augen zu sehen. Man sey daher bei der Wahl, zumal der ersten Brillen, sehr auf seiner Hut, und wende sich an erfahrne Leute.