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lieh weit ans einander liegenden Kanälen und Mündungen. Bisweilen ist die Richtung der Fistel und ihrer Gänge ziemlich gerade, bisweilen hinge­gen sehr gekrümmt, oder schlangenförmig gewunden.

Das einzige deutliche und lehrreiche Bild einer Harnröhrenfistel, welches ich bis jezt kenne, findet sich bey Baillie *).

Gewöhnlich, doch nicht immer, zeichnet sich der Bezirk der Harn­fistel durch fühlbare Callosität aus. ' r

§ 129.

Die Erkenntnifs und die Zufälle der Harnfisteln sind in den meisten Fällen sehr in die Augen fallend; aus einer Oeffnung im Mittel­fleisch, im Hodensacke, am Schenkel, in den Bauclideckeu, ja selbst in der Gegend der kurzen Ribben träufelt beständig mehr oder weniger JSarn aus, der sich durch seinen Geruch leicht anszeichnet. Selten ist die Harn­röhre völlig; frey, oder frey gewesen, und der Fistelgang so enge und ge­krümmt, dafs kein Harn aussickert, und die Eikenntnifs der wahren Be­schaffenheit verhehlt.

Ein geübter Wundarzt wird eine Harnfistel nicht leicht mit einer Mastdarmfistel verwechseln, und einem ungeübten kann man sie nicht deutlich machen, ohne die Sachen in der Natur, oder wenigstens in Ab­bildungen zu zeigen.

Gewöhnlich sind beträchtliche Harnbeschwerden vorausgegangen, welche hinreichendes Licht geben. Ist man im Zweifel, so erweitert man gar leicht auch die engste Fistel, durch eingelegte Darmsaiten, wo sich bald ihre Beschaffenheit durch hervorrinnenden Harn verrätli. Wäre die­ses noch nicht der Fall, so sprüzt man in die erweiterte Fistel irgend einen, gefärbten Saft, welcher alsdann entweder in die Blase, oder in die Harn­röhre dringt, und dadurch die andere Mjindung der Fistel verrätli.

§ i3o.

£ügiuvij!5. Faso. VIIJ. Plate V.

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