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gang entstellt, wo man sie wirklich am meisten antrifft. Dieses ist näm­lich gerade dasjenige Stellchen, welches bey einer Beugungdes Gliedes am meisten geknickt wird. Um so mehr ist aber dieses der Fall, als auch nach Girtanneh **) in diesem unteren Theile der Harnröhre die Entzündung heftiger ist, als in dem Orte selbst, wo der Gift sizt. 3) ,, Warum erst spät nach Trippern die Verengung erfolgt, ist schon aus dem Vorherge­henden klar, weil nämlich während der Entzündungsperiode ein solches Knicken nicht Statt findet. Endlich 4 )warum eine solche Verengung eine weit kleinere, beschränktere Stelle einnimmt, läfst sich hieraus am allerleichtesten erklären, weil das Knicken überhaupt nur einer kleinen Stelle widerfahren kann. Indessen will ich diese Erklärung für nichts weiter als eine Vermuthung ausgeben.

Ausgemacht, und allgemein angenommen scheint es, dafs Stricturen der Harnröhre am häufigsten bey solchen Männern Vorkommen, welche , Öfters an langwierigen Trippern gelitten haben.

Meistens, aber doch nicht immer entstehen sie nach vorgängigen merklichen Entzündungen dieser Stellchen.

Entschieden scheint es auch, dafs solche Verengungen der Harnröhre von artliritischer Schärfe, sowohl mit als ohne vorgängige Entzündung* entstehen. Denn so wie arthritische Tripper, ohne den mindesten Verdacht von venerischem Gifte entstehen, so können auch solche rein arthritische Tripper Verengungen in der Harnröhre veranlassen.

-Da man nun vorzüglich an denjenigen Stellen der Gliedmafsen Gichtknollen antrifft, welche besonders bey einer starken Beugung ge­knickt werden, das ist, an der convexen (nicht concaven) Seite der Gelenke der Finger, der Knie, und den gewöhnlich halb verrenkten grofsen Ziehen, so dürfte ich vielleicht die Vermuthung wagen* dafs auch vor­züglich an der geknickten Stelle der Harnröhre (wenn sie von Gicht­schmerzen angegriffen wird), sich ein Gichtknöllchen ansetzen, und da­durch eine Verengung der Harnröhre verursachen könne.

Dafs